Ursache und Folgen des 30-stündigen Stromausfalls in Berlin-Köpenick

15.03.2019

Der großflächige Stromausfall vom 20. Februar in Berlin-Köpenick ist nach wie vor Gegenstand der Berichterstattung. Laut Berliner Morgenpost (www.morgenpost.de bzw. Kurzlink https://bit.ly/2HksTV7) waren etwa 31.000 Haushalte und 2.000 Gewerbebetriebe mehr als 30 Stunden vom Stromnetz getrennt. Bei einer Bohrung bei Bauarbeiten an der gesperrten Salvador-Allende-Brücke sei neben dem Hauptkabel auch das Ersatzkabel beschädigt worden. Das zeigt, so die Redaktion des Sicherheits-Berater, dass Redundanz nicht gleich Redundanz ist. Werden Leitungen, die sich gegenseitig Redundanz geben, direkt nebeneinander verlegt, schrumpft die Redundanzwirkung auf ein Minimum zusammen und sollte mindestens besonders gegen Beschädigungen geschützt werden. Relativ schnell brachte DER TAGESSPIEGEL (www.tagesspiegel.de bzw. Kurzlink https://bit.ly/2TfljCk) ein ausführliches Resümee und fragte die Wirksamkeit von Notfallmaßnahmen verschiedener Rettungsdienste (ASB, DRK, THW, Feuerwehr, Rotes Kreuz), der Berliner Wasserbetriebe und Berliner Hotels ab. Auch befasste sich das Blatt mit Ursachenforschung. Es zitiert einen Technischen Gutachter: "Das Problem ist nicht der Tiefbauer oder der Baggerfahrer allein. Es beginnt mit der Beschaffung der Unterlagen, mit der selten vorhandenen Genauigkeit der Kabellagen und endet mit der Uneinigkeit der Betreiber beziehungsweise der Kabelportale." Schäden seien vor allem den Supermärkten entstanden, die große Mengen verderblicher Ware hätten entsorgen müssen. Auch die Schadens- bzw. Haftungsfrage thematisiert das Blatt. Das flächenmäßige Ausmaß von Stromausfällen lässt sich relativ gut auf www.stromausfall.de nachvollziehen – auch wenn, wie im Falle Köpenick, der zuständige Netzbetreiber gar nicht an die Seite angeschlossen ist und nur Meldungen von Nutzern berücksichtigt werden können.


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