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Editorial

Déjà-vu der Gewalteskalation

Ausgabe 7/2024
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Ausgabe 7/2024
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Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Systemkritik in Aktionismus umschlägt, ist der Weg zur Gewalt gegen Sachen nicht weit. Siehe den Brandanschlag auf die Tesla-Infrastruktur. Die Geschichte lehrt bzw. warnt, dass dann auch die nächste Eskalationsstufe – Gewalt gegen Menschen – nicht mehr auszuschließen ist.

In Heft 6 unseres Sicherheits-Berater lasen Sie noch die Empfehlung, Unternehmen sollten sich im Rahmen ihres Sicherheitsmanagements auf die gewaltfreien Protestaktionen der „Letzten Generation“ vorbereiten. Adressiert war die Warnung an vermeintlich klimaschädliche Unternehmen, die zum Beispiel durch Blockaden behindert werden könnten.

Das Heft war noch nicht an Sie ausgeliefert, da bekannte sich die linksextremistische „Vulkangruppe“ zu einem Brandanschlag auf die Stromversorgung von Tesla in Steinfurt (nur einen Steinwurf entfernt vom Tesla-Firmengelände). Ein Unternehmenssprecher bezifferte den geschätzten Schaden des dadurch entstandenen Produktionsausfalles auf eine höhere neunstellige Summe (= bis eine Milliarde Euro).

Ganz offensichtlich ist eine Eskalationsstufe erreicht, die eine Anpassung Ihrer Risiko- und Gefährdungsanalysen dringlich erscheinen lässt. Mich erinnert der Brandanschlag von Steinfurt sogar spontan an die Entwicklung in den Endsechziger Jahren: Das extremistische Lager der Studentenbewegung gelangte 1968 zu der Erkenntnis, dass „Gewalt gegen Sachen“ legitim sei. Im Anschluss kam es zu den ersten Brandanschlägen auf Kaufhäuser. Und dann dauerte es nicht lange, bis die RAF Entführung und Mord als Mittel zum Zweck betrachtete bzw. einsetzte.

Ich empfehle Ihnen heute den Besuch der Webseite von Indymedia, auf der sich die „Vulkangruppe“ zu dem Tesla-Anschlag äußert (https://de.indymedia.org/node/344525). Die Seite gilt beim Verfassungsschutz als Verdachtsfall für verfassungsfeindliche Bestrebungen im Bereich des Linksextremismus (Andererseits erhielt sie auch offizielle Auszeichnungen.). Jedenfalls vermittelt sie Ihnen ein Gespür dafür, wie diese Linksextremisten ticken: „Unser Geschenk zum 8. März heißt, Tesla abzuschalten. Denn die komplette Zerstörung der Gigafactory und mit ihr das Absägen von „Technofaschisten“ wie Elend Musk sind ein Schritt auf dem Weg der Befreiung vom Patriarchat.“

Ihr Unternehmen kann also schnell ins Fadenkreuz solcher Aktivisten geraten – und zwar völlig unabhängig von der Art Ihrer Produkte oder Dienstleistungen. Wenn Sie glaubten, dass Sie nur harmlose Schokohasen produzieren, sollten Sie wissen, dass ein in marxistisch geprägter Dialektik geschulter Linksextremist Sie sogleich als Ausbeuter enttarnen kann. Dessen Assoziationskette bildet sich innerhalb von Millisekunden: Schokohase, Kakao, Ghana, Kinderarbeit, Regenwaldrodung, Ausbeutung. Ihre Schokohasen sind aus seiner Sicht ein Symbol für den verhassten Kapitalismus. Will sagen: Sie sollten sich nicht nur als Betreiber kritischer Infrastrukturen auf Entwicklungen einstellen, die ihr Business Continuity Management vor neue Herausforderungen stellen könnten.

Schwerpunkte:

Ausgabe 7/2024
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