Liebe Leserinnen und Leser,
„Aktuelle Krisenberichte, Wissens-Update, Benchmarking und Networking“ waren für das 17. Netzwerktreffen für Krisen- und Notfallmanager versprochen, das die Kollegen von der SIMEDIA Akademie vom 23. bis 24. April in Köln ausgerichtet haben. Eine Rekordzahl von 140 Teilnehmern erlebte ein bereicherndes, aber auch forderndes Vortrags- und Diskussionsprogramm.
Dieses Jahr wurden Themen aus den unterschiedlichsten Branchen abgedeckt. Hierzu gehörten beispielsweise: der „Blackout“ von Berlin (der in der Definition eines der Referenten allerdings gar kein richtiger Blackout war), das Sicherheitsmanagement eines Bundesliga-Fußballvereins, hybride Bedrohungen, Krisenmanagement für Kreuzfahrtschiffe, reißende Lieferketten und deren Konsequenzen, Sicherheitsmanagement in der Lebensmittelindustrie; Lagebilderfassung und -bewertung durch Social Media Monitoring, sowie eine MAN-Lage-Übung bei Roche. Schließlich lernten wir auch das (Bonner) Ordnungsamt als Gefahrenabwehrbehörde kennen – Krisenmanagement statt Knöllchen, sozusagen.
Die Hervorhebung des bewährten Formats als „Expertentreff“ bewahrheitete sich einmal mehr: der lebhafte Austausch in jeder Vortragspause (hier „Kommunikationspausen“ genannt) und vor allem bei den informelleren Programmteilen zeigte dies. Die Teilnehmer konsumierten nicht einfach nur, sondern diskutierten kontrovers das Gehörte – mit den Referenten und untereinander. Sie teilten ihre eigenen Erfahrungen bezüglich der von den Referenten vermittelten Themen miteinander, was einen wertvollen Realitäts-Check und letztlich einen unbezahlbaren Zuwachs an Fachwissen und fundiertem Erfahrungsschatz mit sich brachte.

Bildquelle: Autor
Apropos „informellere Programmteile“: nach dem intensiven ersten Veranstaltungstag hatten sich die Teilnehmer einen geselligen Abend in einem der traditionellen Kölner Brauhäuser redlich verdient. Vorab konnten sie auch noch entdecken, welche Parallelen es zwischen den speziellen Anforderungen von Schwarzlicht-Minigolf und Krisenmanagement bzw. -kommunikation gibt.
Im Verlauf dieses Abschnitts der Agenda erging dann auch die folgende Aussage eines Teilnehmers, tätig im (Krisen-)Management einer bedeutenden Organisation der öffentlichen Verwaltung: „Erst habe ich am Lehrgang „Krisen- und Notfallmanager“ teilgenommen, war dann regelmäßiger Besucher der Netzwerktreffen. Aus all dem ist schließlich eine Leitlinie „Krisenmanagement“ entstanden. Und gerade eben habe ich von meinem Chef das „Go“ für diese Leitlinie erhalten, die somit in unserer Organisation umgesetzt werden wird.“
Aus der Wissensvermittlung direkt in die Behördenwirklichkeit also. Teilnehmer wie diese nehmen den Networking-Aspekt der Netzwerktreffen besonders ernst und erweiterten ihn sogar eigeninitiativ. Einige verlängerten ihren Aufenthalt im Tagungshotel für einen Tag, um mit anderen Teilnehmenden den Austausch noch weiter zu vertiefen.