Die neue IEC 62676-4:2025 wurde am 9.10.2025 veröffentlicht und setzt laut dem BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. (BHE) „Maßstäbe für moderne Videosicherheitssysteme – Mehr Klarheit, Qualität und Zukunftssicherheit für Betreiber, Fachplaner und Facherrichter“.
Der BHE weiter: „Mit der Überarbeitung der IEC 62676-4:2025 wird ein neuer Meilenstein in der Planung, Umsetzung und dem Betrieb von Videosicherheitssystemen (VSS) gesetzt. Die Norm beschreibt die aktuellen Anwendungsregeln für Videosicherheit und definiert einen praxisgerechten Standard, der gleichermaßen Planern, Errichtern und Betreibern mehr Orientierung, Rechtssicherheit und Investitionssicherheit bietet.
Die Videonorm, die bereits seit 2014 besteht, wurde mit der Neu-Fassung grundlegend überarbeitet, um den veränderten Sicherheitsanforderungen und technologischen Entwicklungen Rechnung zu tragen. Sie wird regelmäßig an den Stand der Technik sowie internationale Regelungen (IEC/EN) angepasst – und schafft damit weltweit gültige und vergleichbare Qualitätsstandards. Die deutsche Fassung DIN EN 62676-4 ist in Arbeit und soll bis zum Sommer 2026 ebenfalls veröffentlicht werden.
Die neue IEC 62676-4:2025 schafft eine einheitliche Planungsgrundlage und sorgt für klare Abläufe im Projekt, die Kommunikationsaufwand und Fehlerquellen reduzieren. Betreiber erhalten mit einem nach IEC 62676-4:2025 realisierten Videosicherheitssystem:
• Hoch wirksame Videosicherheitslösungen, die an das individuelle Risiko am Standort angepasst sind und es nachhaltig mildern können
• Bessere forensische Verwertbarkeit und nachweisbare Qualität nach internationalem Standard
• Zuverlässige Lösungen mit langfristiger Investitionssicherheit
• Rechtssicherheit durch die Einbindung von Datenschutz- und Arbeitsschutzanforderungen sowie Planungsempfehlung für kritische Infrastrukturen (KRITIS)
• Messbare Wirksamkeit dank praxisgerechter Testverfahren
• Schnelleren Return on Investment (ROI) z.B. durch höhere Aufklärungsquoten.
Die Mehrwerte für Fachplaner und Errichter sind:
• Einheitliche und nachvollziehbare Planungsgrundlage durch klar definierte Prozessschritte
• Strukturierter Projektablauf mit reduziertem Abstimmungsaufwand; klare Verantwortlichkeiten und dokumentierte Entscheidungswege minimieren Planungsfehler und Nacharbeiten
• Praxisgerechte technische Anforderungen mit überarbeiteten Pixeldichten und Testverfahren
• Höheres Ansehen beim Kunden durch strukturierte Begleitung der Planungs- und Projektierungsprozesse. Das schafft Vertrauen und erhöht die Akzeptanz der angebotenen Lösungen und Dienstleistungen.
• Eröffnen neuer Dienstleistungsfelder und Förderung der Beratungsleistungen in allen Projektphasen – von der Risikoanalyse über die Projektierung bis hin zur Wartungsplanung
• Fachliche Qualifikation als Wettbewerbsvorteil durch Schulungen und Zertifizierungen zur Elektrofachkraft VSS (nach Veröffentlichung der deutschen Fassung DIN EN 62676-4). Sie stärken die Marktposition und eröffnen Zugang zu anspruchsvollen Projekten.“