In seinem aktuellen Bericht „State of Digital Workspace 2026“ beschreibt Omnissa eine fragmentierte Landschaft im Bereich End-User Computing, die von einem Widerspruch geprägt ist: Während Unternehmen durch den verstärkten Einsatz von KI nach höherer Effizienz streben, vernachlässigen sie gleichzeitig die Grundlagen des digitalen Arbeitsplatzes – insbesondere wesentliche Maßnahmen zur Cyber-Hygiene. Viele Organisationen stehen erst am Anfang des Übergangs von reaktiven Audits hin zu proaktiven Abhilfemaßnahmen.
KI dominiert derzeit jede Diskussion über Unternehmens-IT. Das vorherrschende Mantra scheint zu lauten: ‚KI mit KI bekämpfen‘. Dadurch leidet das Bewusstsein für die Bedeutung grundlegender Cyber-Hygiene, obwohl diese die essenzielle Voraussetzung für möglichst sichere IT-Arbeitsplätze ist. Der Bericht beleuchtet verschiedene Aspekte der Cyber-Hygiene und präsentiert unter anderem folgende Ergebnisse:
- Die Geschwindigkeit der Patch-Bereitstellung variiert je nach Betriebssystemplattform: iOS- und macOS-Geräte werden von den Nutzern deutlich schneller aktualisiert als ihre Pendants unter Android (achtmal schneller) und Windows (1,5-mal schneller).
- Kritische Sektoren hinken bei Betriebssystem-Updates hinterher; Branchen wie das Gesundheitswesen, die Pharmaindustrie sowie der Einzel- und Großhandel vernachlässigen häufig die Aktualisierung ihrer Betriebssysteme.
- Der Anteil unverschlüsselter Desktop-PCs ist alarmierend hoch: 20 % der Desktop-PCs und Mobilgeräte in Behörden sowie über 50 % im Bildungssektor sind nicht verschlüsselt.

Herkömmliche, richtlinienbasierte Kontrollen können mit den Bedrohungen für heutige digitale Arbeitsumgebungen nicht mehr Schritt halten. Durch den Wechsel von reaktiven Richtlinien- und Audit-Kontrollen hin zu einer Sicherheitsstrategie, die auf kontinuierlicher Beobachtbarkeit basiert, können Unternehmen die sich ständig wandelnden Risiken von heute proaktiv und zuverlässig erkennen und abwehren.