Close

Login

Wenn Sie sich hier zum ersten Mal seit dem 09.02.2024 anmelden wollen, nutzen Sie bitte die "Passwort vergessen"-Funktion.

Noch kein Abonnent? Hier geht es zu unseren Angeboten.

Close

Unser Kennenlernangebot

Mit Ihrer Registrierung erhalten Sie 4 Wochen kostenlosen Zugang zu allen Abonnenteninhalten.

Oder entscheiden Sie sich gleich für ein kostenpflichtiges Abonnement, um dauerhaft auf alle Inhalte des Sicherheits-Berater zugreifen zu können.

Close

Passwort vergessen

Wenn die Ergebnisse der automatischen Vervollständigung verfügbar sind, verwenden Sie die Pfeile nach oben und unten, um sie zu überprüfen und die Eingabetaste, um die gewünschte Seite aufzurufen. Nutzer von Touch-Geräten können durch Berührung oder mit Wischgesten suchen.

Cyber-Risiko Supply-Chain-Angriff

  |  
  |  

Angriffe auf die digitale Lieferkette haben sich zu einer zentralen Cyberbedrohung entwickelt. Das zeigt der Threat Status Report 2025/2026 von aDvens. Im vergangenen Jahr zielten Cyberkriminelle mit groß angelegten Angriffskampagnen insbesondere auf Softwareanbieter und IT-Dienstleister.

Supply-Chain-Angriffe sind besonders gefährlich, weil die Kompromittierung eines einzelnen Anbieters zahlreiche Kunden oder sogar ganze Wirtschaftszweige betreffen kann. Angreifer nutzen dafür Schwachstellen in verbreiteten Softwarelösungen, manipulierte Komponenten oder unzureichend geschützte Fernwartungszugänge. Nach dem ersten Zugriff installieren sie beispielsweise bösartige Skripte auf den Zielsystemen – beispielsweise durch sogenannte Web shells – und führen damit Remote-Befehle aus, mit dem Ziel dauerhafte Hintertüren einzurichten.

Angriffe auf die digitale Lieferkette stellen aber nicht nur eine Gefahr für IT-Systeme dar. Gerade auch in industriellen Umgebungen sind Unternehmen häufig stark von spezialisierten Dienstleistern abhängig. Deren Fernwartungszugänge vergrößern jedoch die Angriffsfläche. Wird ein externer Anbieter oder ein legitimer Wartungszugang kompromittiert, können Angreifer darüber in OT-Umgebungen eindringen.

Um das Risiko durch Supply-Chain-Angriffe zu reduzieren, sollten Unternehmen laut aDvens insbesondere folgende Sicherheitsmaßnahmen umsetzen:

     

  • Systeme zügig aktualisieren
    Kritische Schwachstellen in öffentlich erreichbaren Anwendungen und verbreiteten Unternehmenslösungen sollten priorisiert behandelt werden. Idealerweise sollte die Installation verfügbarer Sicherheitsupdates innerhalb von 72 Stunden erfolgen.
  •  

  • Dienstleister und Abhängigkeiten erfassen
    Unternehmen sollten ein vollständiges Verzeichnis ihrer Softwareanbieter, Cloud-Dienste, IT-Partner und externen Fernwartungszugänge führen. Abhängigkeiten sollten anhand ihrer Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb priorisiert werden.
  •  

  • Sicherheitsanforderungen vertraglich festlegen
    Dienstleister sollten zur Umsetzung definierter Sicherheitsstandards, zur zeitnahen Behebung kritischer Schwachstellen und zur unverzüglichen Meldung relevanter Sicherheitsvorfälle verpflichtet werden.
  •  

  • Zugriffsrechte minimieren
    Externe Partner sollten nach dem Least-Privilege-Prinzip nur auf die Systeme zugreifen können, die sie tatsächlich benötigen. Nicht mehr verwendete Konten und Berechtigungen sollten konsequent gelöscht werden.
  •  

  • Starke Authentifizierung einsetzen
    Zugänge von Dienstleistern sollten zusätzlich zu Passwörtern durch Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) geschützt werden.
  •  

  • Web Application Firewall
    Unternehmen sollten eine WAF einsetzen, um das Einschleusen einer Web shell zu erschweren. Gleichzeitig sollten Systeme regelmäßig und idealerweise automatisiert auf Webshells sowie ungewöhnliche PHP-, JSP- oder ASP.NET-Dateien und Veränderungen in kritischen Verzeichnissen überprüft werden.
  •  

  • Netzwerke segmentieren
    Produktions-, Verwaltungs-, Cloud- und OT-Umgebungen sollten voneinander getrennt werden. Ein kompromittierter Dienstleisterzugang sollte Angreifern keine ungehinderte Bewegung innerhalb des Unternehmensnetzes ermöglichen.
  •  

  • Zugriffe überwachen und regelmäßig testen
    Aktivitäten privilegierter Dienstleisterkonten sollten protokolliert und auf ungewöhnliches Verhalten untersucht werden. Regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen, Angriffssimulationen und vorbereitete Incident-Response-Prozesse helfen, eine Kompromittierung frühzeitig zu erkennen und einzudämmen.

Zum „aDvens Threat Status Report 2025/2026“ (kostenloser Download nach Registrierung)

Aktuell in dieser Rubrik

Weitere Short News

Meist gelesen

Schwerpunktthemen