Ausgabe 16 / 2016

Editorial

Scheinsicherheit: Polizei im Funkloch

15.08.2016

Am Dienstag, dem 26. Juli, erschoss ein Patient den ihn behandelnden Chirurgen des Benjamin-Franklin-Klinikums in Berlin. Die Polizei durfte nicht ausschließen, dass es sich nicht um einen Einzeltäter handelte, wie sich später herausstellte, sondern musste alle Vorsorgemaßnahmen ergreifen, die bei einem terroristischen Anschlag auch einer Tätergruppe vorzunehmen sind. Sie musste im gesamten Krankenhaus durch gezielte Suche und Evakuierung Patienten, Besucher und Krankenhauspersonal schützen. Das geht nicht ohne eine exakte Funkabstimmung des Einsatzes, Meldung der Beamten über Verdächtiges oder Abschluss der Maßnahmen in den Einsatzbereichen.

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Sicherheitsplanung

Planersünde (fehlendes) Wasserschutzkonzept

15.08.2016

Der Sicherheits-Berater hat in der vorletzten Ausgabe angekündigt, in loser Folge über unausrottbare Planersünden und Errichterfehler zu berichten. Wir begannen in Heft 13 mit dem Thema "Personelle Gebäudeerschließung". Im vorigen Heft setzten wir die "Planersünden" mit dem Beitrag "Fluchtweg gesucht" fort. In dieser Folge wollen wir uns mit dem Thema Wasserschutzkonzept auseinandersetzen.

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Brandschutz

Bebilderte Brandursachen

15.08.2016

Einen Schönheitspreis für grafische Gestaltung wird die Webseite www.brand-feuer.de wohl kaum erhalten – eine Auszeichnung für das ehrenamtliche Engagement dagegen schon: Laut Urkunde verlieh das Land Nordrhein-Westfalen dieser Internetpräsenz schon 2014 die Auszeichnung "Germany at its best". Brand-Feuer.de unter der inhaltlichen Verantwortung des ehemaligen Brandursachenermittlers bei der Kriminalpolizei, Rainer Schwarz, hat es sich zur Aufgabe gemacht, über Brände aufzuklären. Hier findet sich z. B. eine bebilderte Zusammenstellung von Brandursachen nach Art der Wikipedia – darunter auch Marderbisse, statische Aufladung, Sonnenlicht, Selbstentzündung oder Feuerwerkskörper. In der Kategorie Brandkatastrophe werden einige bekannt gewordene Brandereignisse geschildert. Brand-Feuer.de versteht sich als Nachschlagewerk von und für Fachleute, Handwerker, Feuerwehrmitarbeiter, Versicherungen, Polizeibeamte, wie auch Kriminalpolizei, Schornsteinfeger, Behörden, Interessierte und Geschädigte, aber auch für diejenigen, die sich über das nötige Maß hinaus mehr dem eigenen Brandschutz oder Einbruchschutz widmen wollen.

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Das Bundeslagebild 2015 Cybercrime des BKA

15.08.2016

Das Bundeskriminalamt hat jetzt das Bundeslagebild 2015 Cybercrime vorgestellt. Es steht auf der Seite des BKA auf www.bka.de unter dem Kurzlink http://bit.ly/2a8Wvm9 zum Herunterladen zur Verfügung. Dazu muss man wissen, dass als Grundlage für den statistischen Teil des Lagebildes die Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) herangezogen werden. Somit müssen konkrete Anhaltspunkte für eine Tathandlung innerhalb Deutschlands (also nicht im Ausland) vorliegen, damit Cybercrime-Delikte überhaupt im Bundeslagebild erfasst werden. Zudem ist, so das BKA selbst, von einem stark ausgeprägten Dunkelfeld auszugehen, sodass sich das Gefährdungspotenzial gar nicht vollständig beschreiben lässt. Das Amt warnt selbst davor, dass trotz insgesamt rückläufiger registrierter Fallzahlen in der PKS nicht auf eine rückläufige Gefährdung durch Cybercrime geschlossen werden dürfe. Aus diesem Grund verzichtet der Sicherheits-Berater hier darauf, möglicherweise wenig aussagekräftiges Zahlenmaterial zu zitieren, sondern fasst die Gefahren – wie sie das BKA in seiner Gesamtbewertung sieht – noch einmal zusammen:

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ITK-Sicherheit

Hilfreiche Auslegung zum "Stand der Technik"

15.08.2016

Das Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme (kurz: IT-Sicherheitsgesetz, ganz kurz: ITSiG) ist Realität. §8a ITSiG fordert von den vom Gesetz adressierten Unternehmen "spätestens zwei Jahre nach Inkrafttreten der Rechtsverordnung nach § 10 Absatz 1 angemessene organisatorische und technische Vorkehrungen zur Vermeidung von Störungen der Verfügbarkeit, Integrität, Authentizität und Vertraulichkeit ihrer informationstechnischen Systeme, Komponenten oder Prozesse zu treffen, die für die Funktionsfähigkeit der von ihnen betriebenen Kritischen Infrastrukturen maßgeblich sind. Dabei soll der Stand der Technik eingehalten werden."

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