Ausgabe 13 / 2018

Editorial

Bekommt das Bewachungsgewerbe eine eigene rechtliche Regelung?

01.07.2018

Die Antwort lautet: bis auf weiteres "NEIN"! Worum geht es? Das Bewachungsgewerbe ist gesetzlich in der Gewerbeordnung § 34 a im Abschnitt "Gewerbetreibende, die einer besonderen Genehmigung bedürfen" und in der Bewachungsverordnung geregelt. Zuständig ist das Wirtschaftsministerium. Dies hatte unter anderem historische Hintergründe. Man wollte die zivile Bewachungstätigkeit nicht in der Zuständigkeit des Innenministeriums verankern, um den Anschein zu vermeiden, dass Bewachung polizeinah wäre. Der Ruch einer Privatpolizei sollte nicht aufkommen.

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Sicherheitsplanung

Drei statt vier Level im neuen TSA-Kriterienkatalog von TÜViT

01.07.2018

Die TÜV Informationstechnik GmbH (TÜViT) ist von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) seit 2015 für die Zertifizierung von Alarmempfangsstellen (AES) nach der europäischen Norm EN 50518 akkreditiert. Ergänzend zu dieser Norm hat TÜViT einen sogenannten TSA-Kriterienkatalog (TSA: Trusted Site Alarm Receiving Center) entwickelt, der zum einen die EN 50518 voll abdeckt und weitere für den Betrieb sinnvolle Level (=Schutzniveaus) ergänzt. Das wurde auf Anregung der Bonner VZM GmbH (Sicherheitsberatung) in Angriff genommen, weil es viele Betreiber von Sicherheitsleitzentralen gibt, die
Leistungen anbieten, bei denen die Leitzentrale beispielsweise nicht durch Dritte angriffsgefährdet ist, sondern wichtige Funktion in Überwachung und Steuerung erfüllen, die aber nicht hinter durchschusshemmendem Panzerglas bearbeitet werden müssen. Auch denen soll nach einem abgestuften Kriterienkatalog eine der Aufgabe angemessene Zertifizierung geboten werden können.

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Werkschutz

Die neue DIN 77200 im Überblick

01.07.2018

Anfang Oktober 2017 wurde die Neufassung der DIN 77200 "Sicherungsdienstleistungen" veröffentlicht. Der Sicherheits-Berater hat darüber berichtet. In letzter Zeit kamen aber immer wieder Anfragen an die Redaktion, ob sie nicht einmal eine Art zusammenfassenden Überblicks veröffentlichen könne.

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Werkschutz

Selbst hinfallen will gelernt sein

01.07.2018

Problemfall: In einem Düsseldorfer Unternehmen stürzte bei Reparaturarbeiten an der Fassade des ersten Obergeschosses ein mobiles Kleingerüst um. Zwei Arbeiter befanden sich auf dem Gerüst. Einer hatte Glück und sprang während des Sturzes des Gerüsts geradezu leichtfüßig von der Plattform. Ihm passierte nichts. Sein Kollege hingegen zeigte eine sehr typische Reaktion: Er hielt krampfhaft sein Werkzeug fest! Beinbruch, ausgekugelte Schulter und Gehirnerschütterung.

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Katastrophenschutz

Erdbebengefährdung neu beurteilt

01.07.2018

Das Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ (www.gfz-potsdam.de), nachfolgend als GFZ abgekürzt, verbreitete über den idw-Informationsdienst Wissenschaft eine Pressemitteilung über eine "Neueinschätzung der Erdbebengefährdung Deutschlands" (Kurzlink https://bit.ly/2JCdyBt). Darin heißt es, dass die bereits 1981 bauaufsichtlich eingeführte erste Erdbebenbaunorm in Zukunft durch ein neues Kartenwerk ersetzt werde. Die neuen Karten würden dann künftig Bestandteil des Nationalen Anhangs (NA) der neuen DIN-Norm DIN EN 1998-1/NA werden. Bauherren bzw. deren Fachplaner müssten darauf achten, ihre Gebäude entsprechend den darin beschriebenen Lastannahmen erdbebengerecht auszulegen.

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