Maier, Berens, Schweitzer: Pre-Employment-Screening, Boorberg Verlag 2017, 98 Seiten, 22,80 Euro, ISBN 978-3-415-06040-1

01.06.2018

Unter Pe-Employment-Screening, abgekürzt PES und in verschiedenen internationalen Standards gefordert, ist die Sicherheitsüberprüfung von Bewerbern vor Eintritt ins Unternehmen zu verstehen. Das Autorenkollektiv Maier, Berens und Schweitzer versteht ihr Büchlein als "Praxisleitfaden" für Unternehmen, die sich mit Risiko- und Security-Management befassen. Dabei geht es im Kern darum zu vermeiden, Bewerber einzustellen, die aufgrund extremistischer Gesinnung, problematischen finanziellen Verhältnissen, Identitäts- und Wohnsitzverschleierung, Falschangaben, Suchtmittelmissbrauch oder Integritätsmangel. Damit dies gelingt, wird die Anwendung einer Risikoprofil-Matrix (einer Risikobeurteilung der freien Stelle) empfohlen bzw. erläutert. Um es abzukürzen: Es geht den Autoren nicht darum, Methoden darzustellen, mit denen Bewerber "ausspioniert" werden. Vielmehr wollen sie auf Basis des deutschen und österreichischen Rechts eine Methode finden, die beiden Seiten, Unternehmen und Bewerber, mit der gebotenen Fairness gerecht wird.

Der im deutschen Unternehmen agierende Security-Manager bzw. Personaler wird sich fragen, was er mit den Ausführungen zur österreichischen Rechtslage (auf 25 Seiten) anfangen soll – der Österreicher entsprechend andersherum (16 Seiten für die deutsche Rechtslage). Damit reduziert sich der Nutzen der 98 Seiten um die Seitenanzahl für die entsprechenden landesspezifischen Ausführungen. Wenn die im Buch getroffene einleitende Aussage stimmt, dass die Fachliteratur eine Antwort auf die Frage nach einem angemessenen PES "bis dato schuldig" blieb, sollten Personaler das Büchlein nichtsdestotrotz kennen. BERND ZIMMERMANN


Dieser Beitrag ist Bestandteil von: