Martin Wohlrabe (Hrsg.): Litigation-PR. Wie Krisenkommunikation im Gerichtssaal der Öffentlichkeit funktioniert. Verlag Springer Fachmedien, Softcover + eBook 39,99 Euro, nur eBook 29,99, 227 Seiten, ISBN 978-3-658-27497-9

01.04.2020

Es gibt wenige Worte des deutschen und lateinischen Wortschatzes, die ich nicht kenne. Zugegeben, der Begriff "Litigation" zählte bis vor Kurzem dazu. Selbst Wikipedia zeigt sich diesbezüglich ungebildet – der Eintrag fehlt. Vielleicht sollte der Herausgeber des Buches "Litigation-PR" hier einmal aktiv werden … Zum Glück gibt’s den Duden: "Litigation, die", Bedeutung: Rechtsstreit. Und eben Martin Wohlrabe, der 23 Fachbeiträge rund um dieses Thema in einem Buch veröffentlicht hat. Er bietet folgende Definition an: "Die Litigation-PR bezeichnet alles in allem den Prozess, bei dem die Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit vor, während und nach einer juristischen Auseinandersetzung gesteuert wird." Somit ist Litigation-PR als Spezialfall der Krisenkommunikation zu betrachten.

Da jedermann auf www.springer.com/de/book/9783658274962# die einzelnen Fachbeiträge ("Kapitel") des Buches jeweils in einer Vorschau anlesen kann, sei hier auf eine ausführliche Darstellung der Buchinhalte verzichtet. Nur soviel: Der Preis für einzelne Fachbeiträge liegt bei 26,70 Euro, was mir unverhältsmäßig teuer zu sein scheint, wenn man das komplette eBook alternativ auch für 29,99 erwerben kann. Bei extrem kurzen Beiträgen hat der Verlag aus nachvollziehbaren Gründen dann auch auf die Vorschau verzichtet. Beim Kapitel "Auf einen Blick: Medienrecht – Verdachtsberichterstattung" von Gernot Lehr gibt es sogar eine Vorschau, die nahezu den gesamten Beitrag abbildet. Für die wenigen Zeilen der verborgen gebliebenen Seite 207 würde ich persönlich jedenfalls keine 26,70 Euro zahlen wollen.

Wer mit dem Risiko leben muss, Litigation-PR betreiben zu müssen, sollte sich gleich das Komplettpaket für 39,99 Euro bestellen. Auch wer sich "nur" mit Krisenkommunikation im Allgemeinen beschäftigt, wird den Kauf des Buches kaum bereuen. Das wäre sicher eine gute Investition in die Sicherheit eines Unternehmens. 

: : : Bernd Zimmermann : : :


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