Interessanter Fahrradparkplatz in Entwicklung

01.04.2020

Die Firma My Bike Valet aus Somerville in den USA (www.mybikevalet.com) präsentierte auf der diesjährigen Fachmesse Perimeter Protection zusammen mit der Fa. Inlog Förderanlagen (www.buchheister.com, der deutsche Entwickler) und der Fa. Draht Mayr GmbH (www.draht-mayr.de) eine interessante Entwicklung zum Abstellen von Fahrrädern: In einem durch Zaun abgetrennten Bereich, welcher über eine zutrittskontrollierte Tür gesichert und deren gesamter Bereich mit Videokameras  überwacht wird, ist ein drehbarer Turm gelagert, der 10 Hängevorrichtungen zur Aufnahme von jeweils einem Fahrrad hat.  Die Fahrräder untereinander sind durch Vorhänge getrennt, sodass mechanische Schäden beim Einhängevorgang (man stellt das Fahrrad hin, befestigt einen Haken, danach wird das Fahrrad automatisch in die Senkrechte gezogen) verhindert werden.

         
links: Modell Solitary
Bildquelle: Thomas Buchheister
rechts: Modell Woodstock
Bildquelle: Thomas Buchheister

Der drehbare Turm soll bei Ma Bike Valet unter dem Namen "Woodstock" als nicht motorisierte Variante vertrieben werden, das Gesamtsystem (motorisiert) unter dem Namen "Solitary". Zusätzlich ist geplant, das Thema "Laden der Akkus" in das System mit zu integrieren. Ein Einsatz mehrerer "Woodstock"-Systeme in einem abgegrenzten Bereich ist auch möglich (System "Gated").

Vorteile der Systeme:

  • Stellfläche pro Fahrräder nur 0,8 Quadratmeter pro Fahrrad, sodass sich ein solches System z. B. in Hotelgaragen, in Bürogebäuden oder sonstigen Bereichen mit wenig zur Verfügung stehenden Nutzflächen geradezu anbietet.
  • Sowohl im privaten, gewerblichen als auch im öffentlichen Bereich sind diese Systeme durch einen Mindestschutz an Härtung (denkbar ist nach unserer Ansicht auch die Umsetzung fester Abtrennungen in einbruchhemmender Qualität), durch Zutrittssicherung (kein Abschließen des Fahrrades notwendig) und durch Detektionsmaßnahmen als Lösung beim Diebstahlschutz einsetzbar.
  • Und wenn man optional das Thema "Laden von Batterien" gleich mit in die Lösung einschließlich notwendiger Schutzmaßnahmen integrieren kann, scheint dies ein wertvoller Beitrag zur Minimierung von Autoverkehr und Erreichung ökologischer Klimaziele zu sein.

Es ist davon auszugehen, dass diese Anlagen in die eigene sicherheits- und gebäudetechnischen Systemarchitektur bei frühzeitiger Planung und Abstimmung integriert werden können. Nach Angaben der Firma sind die Lösungen zum Patent angemeldet und werden voraussichtlich ab Mitte des Jahres verfügbar sein. Der Sicherheits-Berater wird die Entwicklung beobachten und möglicherweise über die ersten Installationen berichten.

: : : Rochus Zalud : : :


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