Smarte Sperranlagen

15.03.2020

Elektromobilität ist ein Baustein zur Verkehrswende sowie zu ökologischem und nachhaltigem Transport und Verkehr. Zur Steuerung und Priorisierung von Verkehrsflüssen, Verkehrsberuhigungsmaßnahmen, aber auch zur Absicherung von öffentlichen Plätzen oder sicherheitsbedürftigen Gebäudekomplexen bietet EnBW sogenannte SafePlaces (www.enbw.com) in Form intelligenter Sperranlagen verschiedenster Ausführung an. 

Zentrale Komponente hierbei ist eine Stele, die im Bereich der Sperranlage installiert wird. Die Stele beinhaltet individuell nach Kundenanforderung visuelle, akustische und elektronische Sensoren. Mittels sogenannter künstlicher Intelligenz erfolgt eine Auswertung und Mustererkennung über die in der Stele verbauten Sensoren, die eine vordefinierte Alarmkette auslöst. 

Innerhalb der Stele können folgende Technologien implementiert werden:

  • Situationserkennung
    zur ständigen Überwachung der Umgebung und Sperranlagen auf

    • Geschwindigkeit und Richtung
    • Fahrzeugtypen (Blaulicht, Städtische Dienste)
    • Lärm etc.

  • Parametersteuerung
    zur automatisierten Steuerung der angebundenen Anlagen bei definierten Situationen

    • Autorisierte Fahrzeugtypen, Bewegungsvektoren (siehe oben)
    • Ereignisse wie Lärm, manuelle Auslösung
    • Uhrzeiten, Identifikationsmerkmale (PIN, RFID, Schlüssel)

  • Alarmierung
    bei Eintritt von bestimmten Ereignissen von

    • Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS)
    • Ordnungsamt
    • Bürger

Über ein Online-Dashboard als zentrale Managementplattform werden alle Komponenten visualisiert, sodass eine Überwachung und Fernsteuerung der Sperranlagen über eine Leitstelle erfolgen kann. Übrigens gibt der Hersteller an, dass datenschutzrelevante Sensordaten nicht gespeichert werden.

Unserem Verständnis nach können solche neuen, aber auch bereits vorhandene Sperranlagen, "smart" werden, da die Stele letztlich Sensoren und Analysefunktionen sowie Schnittstellen zu Sperrelementen enthält, die mittels Fernsteuerung über die Stele wiederum fernbedient werden können.

Mittels dieser intelligenten Verkehrsraumüberwachung kann beispielsweise auch ein Superblock, wie er im Schwerpunkheft City-Sicherheit, Sicherheits-Berater Heft 23/2019, beschrieben wurde, gesichert und der Verkehrsfluss innerhalb dieser verkehrsberuhigten, innerstädtischen Zone kontrolliert und gesteuert werden. Beispielsweise könnten so auch Besitzer von Elektrofahrzeugen oder die Fahrzeuge selbst mit entsprechenden Identifikationsmerkmalträgern ausgestattet werden und priorisiert Zufahrt in innerstädtische oder besonders mit Feinstaub belastete Zonen erhalten. 

::: Lutz Rossa :::