Taschenspielertricks per Videokamera aufgedeckt

01.07.2018

Dass mit Hilfe der Videoüberwachungen Täter identifiziert werden und nach Tätern gefahndet werden kann, lässt sich mittlerweile jeden Tag in allen analogen und digitalen Medien beobachten. Zivilfahnder der Bundespolizei nahmen so zum Beispiel kürzlich einen Taschendieb am Bahnhof Zoologischer Garten sogar schon kurz nach der Tat fest – noch bevor er das Gelände verlassen konnte. Dass die Videoüberwachung aber auch mithilft, kriminelle Fertigkeiten zu erkennen, sieht man nicht so oft: Die TV-Sendung Aktenzeichen XY (www.e110.de) zeigte am 13. Juni einen Gauner, der den Geldwechselbetrug perfektioniert hatte. Bereits in 24 Fällen soll er in ganz Deutschland Tankstellenkassierer um insgesamt knapp 5.000 Euro erleichtert haben. Er bat stets darum, ihm eine hohe Anzahl 10-Euro-Scheine in "große" Scheine zu wechseln. Dabei war er freundlicher Weise gern behilflich und unterschlug mit Hilfe eines feinmotorischen Taschenspielertricks stets ein paar Scheine. Die Funktionsweise dieses Tricks konnte nur dank Videoaufzeichnung aufgedeckt (und anschließend von einem Zauberkünstler für die Zuschauer noch einmal in Zeitlupe nachgestellt) werden. Hier präsentierte sich die Videoüberwachung als geeignetes Mittel der Forensik. BERND ZIMMERMANN


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