Zu guter Letzt

15.03.2011

Hat Guttenberg etwas mit Sicherheit zu tun? Die Frage, ob Guttenberg etwas mit Sicherheit zu tun hat, ist seit einigen Tagen mit einem klaren Ja zu beantworten. Er beschäftigt das Heer der Journalisten so nachhaltig, dass sie gar keine Gedanken mehr auf andere Themen verwenden zu können scheinen.  

Ein solches Thema ist die Tatsache, dass die ägyptische Regierung zwar angekündigt hat, den Friedensvertrag mit Israel einzuhalten, aber gleichzeitig hat sie den Suezkanal für iranische Kriegsschiffe geöffnet. Darüber findet man in der Presse kaum Hinweise, schon gar keine Kommentare, die die strategische Bedeutung dieses Schrittes werten. Dafür täglich Guttenberg von morgens bis abends.  

Der Sicherheits-Berater findet Mogeln auch schlimm. Aber das sind wir doch gewohnt. Ikone Schmidt hat die Wahlen mit einer Rentenlüge gewonnen. Joschka Fischer hatte eine Gedächtnislücke, wem er sein Auto geliehen hatte. Derjenige hatte jedenfalls mit Fischers Wagen die Tatwaffe transportiert, mit der der hessische Wirtschaftsminister Karry seinerzeit erschossen wurde. Man wird ja wohl mal was falsch machen dürfen, und seien es Fußnoten… 

Zwischenzeitlich hat die Meute der Journalisten das Wild erlegt. Sie wird mit sich sicher zufrieden sein. Vielleicht kommt sie dann auch wieder zu Sachthemen zurück, zu Themen, die uns eigentlich wirklich bewegen müssten.


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