Editorial

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TeleTrusT kündigt Verfassungsbeschwerde an

01.09.2017

TeleTrusT e.V. macht Front gegen den sogenannten Bundes-trojaner. Der Bundestag hat per Gesetz Strafermittlern neue technische Möglichkeiten eingeräumt, um verschlüsselte Kommunikation von Verdächtigen in ihren Notebooks und Smartphones mitzulesen und diese unbemerkt durchsuchen zu können ("Gesetz zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens"). Der Gesetzgeber hat damit die Rechtsgrundlagen für die Quellen-Telekommunikationsüberwachung (Quellen-TKÜ) und die Online-Durchsuchung erweitert und Grundrechte in Bezug auf das Fernmeldegeheimnis eingeschränkt. Der Bundesverband IT-Sicherheit e.V. (TeleTrusT) kündigt Verfassungsbeschwerde gegen diese legalisierte Schwächung von modernen IT-Systemen an: Denn anstatt die Bürgerinnen und Bürger aktiv vor IT-Schwachstellen zu schützen, so der Verband, toleriere sie der Staat und halte sie für den potenziellen Einsatz seines "Trojaners" sogar aufrecht.

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Kein Witz – wir haben nicht den 1. April!

15.08.2017

In den USA hat sich ein neues Geschäftsmodell nahezu flächendeckend ausgebreitet. Das Geschäft heißt "KeyMe" und bietet an, Schlüsselkopien mit Hilfe einer App herzustellen. Die App kostet nur scharf kalkulierte $ 9,99. Man muss "seinen" Schlüssel nur auf einem Stück weißen Papiers beidseitig fotografieren und das Bild dann einsenden. Dann wird nach diesem Foto ein Duplikat erstellt. Es muss aber auch nicht der eigene Schlüssel sein, man kann auch einen fremden Schlüssel kopieren lassen. Kann ja niemand nachhalten.

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45 Jahre VZM GmbH – 45 ungewöhnliche Jahre

01.08.2017

Am 26. Juni 1972, exakt vor 45 Jahren, veröffentlichte der Bundesanzeiger die Eintragung der von zur Mühlen’sche GmbH, Sicherheitsberatung und Rechenzentrumsplanung ins Handelsregister – die juristische Geburtsstunde des Unternehmens, das zwei Jahre später den Sicherheits-Berater erfand.

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Londoner Hochhausbrand auch in Deutschland möglich?

01.07.2017

Rainer v. zur Mühlen, Chefredakteur
des Sicherheits-Berater
im WDR-Beitrag vom 28.06.2017
zum Brandschutz in Hochhäusern
Klares NEIN, so jedenfalls nicht. Das Katastrophenhochhaus in London war in die Jahre gekommen. Das Hochhaus wurde nach Informationen des Sicherheits-Berater schon bei der Errichtung mit brennbaren Wärmedämmstoffen ausgestattet. Bei der jüngst erfolgten Sanierung im Interesse der Wärmedämmung wurde dem Vernehmen nach gleichfalls mit brennbaren Wärmedämmstoffen gearbeitet, die Rede ist von einer Aluminium-Polyurethan-Sandwich-Fassade. Diese Wärmedämmung – genügend Zündtemperatur vorausgesetzt – führte zu dem verheerenden Brand im Grenfell Tower im Londoner Stadtteil North Kensington. Bilder zeigen ein fackelartiges Abbrennen des Gebäudes von außen. In Deutschland sind brennbare Schaumstoffe (Polystyrole) bei Gebäuden mit einer Fußbodenhöhe des letzten Geschosses bis 22 Meter (sogenannte Hochhausgrenze) zulässig, bei Hochhäusern jedoch unzulässig (vgl. die "Muster-Hochhaus-Richtlinie" auf www.bauordnungen.de/Muster-Hochhaus-Richtlinie.pdf).

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Internet der Dinge oder Turmbau zu Babel?

15.06.2017

Schlagworte wie Internet der Dinge oder Industrie 4.0 beherrschen seit einiger Zeit Vorstandsetagen genauso wie Gazetten, unendlich viele Industriebetriebe, Softwarehäuser, Cloud-Anbieter, Berater, Marktforscher und alles was sonst noch kreucht und fleucht und gewohnt ist, jedem Hype hinterherzurennen.

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