Sicherheitsplanung

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Sind Ihre Hauseinführungen dicht?

15.10.2018

Problem: Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass in (fast) jedes Gebäude von diversen Versorgungsunternehmen Leitungen (Kabel, Rohre etc.) zu verlegen sind. Hierzu ist im April eine überarbeitete DIN 18012 "Anschlusseinrichtungen für Gebäude – Allgemeine Planungsgrundlagen" (früher sprach man von Hausanschlussräumen) bei Beuth erschienen. Es wird zwar die Anforderung der Wasser- und Gasdichtigkeit dieser Durchführungen gestellt, allerdings bleibt offen, welche konkreten Dichtigkeiten einzuhalten sind. In Zeiten von immer häufiger auftretendem Starkregen und Hochwasser, aber auch wegen der Beachtung von Radonbelastungen, fragen sich Bauherren immer wieder, was sie denn nun als konkrete Anforderung zu definieren haben. Oder sollten sie dem folgen, was von den bekannten Herstellern als ausreichend beschrieben und ggf. in Prüfverfahren bestätigt wurde? Aber auch Betreiber stehen vor dem Problem, wenn in ihren technischen Räumen durch diese Hauseinführungen Wasser eindringt. Die Frage lautet dabei: Wer haftet?

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Zutrittskontrolle in multifunktionalen Gebäuden

15.10.2018

Problem: Das Thema Zutrittskontrolle einschließlich der Türenplanung wird von Bauherren und Betreibern bei zu vermietenden Büro- und Wohnimmobilien immer mehr nachgefragt. Bisher klassisch von Generalplanern betreut, haben diese aber nur selten die notwendige Fachkenntnis und die Grundlage, Sicherheits- und Organisationsaspekte in die Planung zu integrieren. Hinzu kommt, dass mit der Planung, Ausschreibung, Vergabe an einen GU (Generalunternehmer) bzw. die Einzelvergabe die eindeutige Mietflächenzuordnung noch nicht gegeben ist. Häufig ist es so, dass keine einheitliche Nutzertrennung (beispielsweise ein Mieter pro Etage) gegeben ist. Vielmehr befinden sich mehrere Mieter auf einer Etage oder die Nutzbereiche erstrecken sich über mehrere Etagen.

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Schließsysteme ersetzen Zutrittskontrolle?

01.10.2018

Zu dieser vielleicht etwas provakanten Überschrift kommt der Redakteur dieses fachlichen Beitrages, wenn er sich die Informationen mehrerer Hersteller anschaut. Beispiel:  "Die Zutrittskontrolle auf elektronischer Basis bietet die wohl sicherste und bequemste Möglichkeit, das Gebäude zu schützen. Deshalb entscheiden sich immer mehr Eigentümer für die elektronische Zutrittskontrolle." Oder: "Das Schließ- und Zutrittskontrollsystem … funktioniert wie eine klassische Zutrittskontrolle." Das Problem dabei: Der Käufer erkennt nicht auf den ersten (und auch nicht bei den nächsten Blicken), dass hier das Marketing und Verkaufsstrategien im Vordergrund stehen und nicht die bedarfsgerechte Lösung für das Objekt bzw. die Tür. Deshalb nachfolgend einige Aspekte, welche bei der Auswahl des richtigen Systems für Ihre Zutrittsorganisation eine Rolle spielen kann.

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Gesichtserkennung am Berliner Südkreuz

15.09.2018

Seit August 2017 durchforstetet spezielle Software die Bilder von drei der ca. 80 Kameras im Berliner Bahnhof Südkreuz. Bei dem zunächst bis Januar 2018 laufenden Test wurden vorab eigens angefertigte Bilder von rund 300 freiwilligen Testpersonen in guter Qualität in einer Datenbank gespeichert. Die von drei Videokameras aufgenommenen Bilder wurden von automatisierten Gesichtserkennungssystemen unterschiedlicher Hersteller ausgewertet. Ziel sollte es sein zu erkennen, wann diese Personen im Bahnhof auftauchten. Parallel zu den eingespeisten Aufnahmen trugen die freiwilligen Testpersonen einen Sender, der ihre Anwesenheit am Bahnhof Südkreuz verifizierte. Diese Maßnahme war deshalb nötig, um die Erkennungsrate bzw. Falschrate der Software anhand der tatsächlichen Werte der Sender zu ermitteln.

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Wer denkt denn an so was?

01.09.2018

Wenn Sie sich die Fotos ansehen, die die Feuerwehr Bornheim (bei Bonn) veröffentlicht hat (www.feuerwehr-bornheim.de, dort Einsatz 102) fällt es sicher auch Ihnen wie Schuppen von den Augen: Da hängen die Erdbeerfolien über den Starkstromleitungen und verursachen einen Kurzschluss, in dessen Folge Tausende von Haushalten nebst ortsansässiger Industrie (ein Petrochemiezentrum in Wesseling/Godorf zwischen Bonn und Köln am Rhein gelegen) ohne Strom auskommen mussten. Dass ein Wind (wenn auch ein Sturm) die Folien derart hoch geblasen hat, vermag man sich kaum vorzustellen. Und dass sie dort einen Kurzschluss verursacht haben, erscheint dem Laien nochmal unwahrscheinlicher: Trockene, unbeschichtete Folie leitet nämlich im Normalfall nicht. Feucht aber kann eine Folie sehr wohl leiten. Dummerweise hatte es kurz vorher einen Platzregen gegeben. Dass sie da oben durch den Kurzschluss auch noch Feuer fingen und dann wiederum durch brennendes Abtropfen das Stroh der Erdbeerunterlage des Feldes entflammten und einen größeren Flächenbrand zu verursachen drohten, wusste der Bornheimer Feuerwehrlöschtrupp glücklicherweise zu verhindern. Eine Kettenreaktion, die man nicht als Schadensereignis, sondern als einen Schaden-Entwicklungsprozess bezeichnen muss.

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