Zu guter Letzt

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Das Krisenmanagement erreicht Deutschlands Gartencenter

15.04.2018

Was ist an der folgenden Überschrift richtig – und was falsch: "Einladung zum Seminar der GartenCenter Akademie – "Richtiges Krisenmanagement" – Verhalten in Gefahrensituationen"? Nun, richtig daran ist die Intention des Seminarleiters. Der klärt Seminarteilnehmer nämlich darüber auf, wie man im Gartencenter für mehr Sicherheit sorgt. "Wie erkennt man Straftäter? Was tun bei einem Überfall? Richtiges Verhalten bei einer Bombendrohung? Richtiges Verhalten bei einem Brand? Einsatz von Technik – Was kann Video erreichen?" lauten z. B. die Fragen, die er bei den Seminaren beantworten will. Das findet der Sicherheits-Berater – wen wundert’s – nicht verkehrt. Falsch ist allerdings, pardon, die Wortwahl: Mit "Krisenmanagement" im fachlichen Sinne des Wortes hat das Ganze nämlich nichts zu tun. Stephan Leukert, Sicherheitsberater u. a. für Notfall- und Krisenmanagement bei der von zur Mühlen’sche GmbH, klärt auf: "Eine Krise ist eine außergewöhnliche und für das Unternehmen potenziell existenzbedrohende Situation, die man mit den normalerweise zur Verfügung stehenden Mitteln nicht bewältigen kann, sondern für die man eine besondere Aufbau- und Ablauforganisation benötigt. Die Inhalte des Seminars sind eher in den Bereich Notfall einzuordnen."

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Brandschutz: Das Ding des Jahres

01.04.2018

Im deutschen FreeTV läuft derzeit eine Sendung mit dem Namen: "Das Ding des Jahres". Hier treten Erfinder und Bastler gegeneinander an und präsentieren einer Jury und dem zahlreichen Fachpublikum im Fernsehstudio und vor den Fernsehgeräten, welch tolle Erfindungen die Welt noch nicht gesehen hat.

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Risikowahrnehmung: Eidechsen als "atomare Spione"

01.03.2018

Unter Berufung auf AFP (französische Nachrichtenagentur Agence France-Presse) berichtete der Nachrichtensender n-tv auf seiner Internetplattforum n-tv.de über einen skurrilen Fall von Risikowahrnehmung (um nicht Verfolgungswahn zu sagen): Demnach soll der frühere Armeechef des Iran geäußert haben, der Westen habe in der Vergangenheit Eidechsen und Chamäleons eingesetzt, um die Atomanlage des Landes auszuforschen. Die Tiere seien strahlungsempfindlich und könnten "als atomare Spione" den Ort von Uranminen und anderen Atomanlagen ausfindig machen. Als Begründung hieß es, bei Verdächtigen seien tatsächlich Echsen und Reptilien gefunden worden. Dass sich Terrarienkundler für die im Iran vorkommenden Eidechsen interessieren, ist indes nichts Ungewöhnliches (vgl. Dght-dresden.de/iran-der-eidechsen-wegen).

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Bullshitbingo des Bundesministeriums für Gesundheit

01.02.2018

Einen unfreiwilligen Beitrag gegen das Stereotyp vom Beamten als humorlosem und moralinsaurem Menschen lieferte jetzt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Auf seiner Facebook-Seite forderte es zur Teilnahme an seinem "Impfgegner-Bullshit-Bingo" auf: "Machen Sie mit bei unserem Bullshitbingo! Suchen Sie in den Kommentaren nach diesen Falschaussagen. Der oder die Erste, die drei Falschaussagen in einer Reihe findet, bekommt von uns ein gratis Katzenbild." Dazu bietet das BMG neun Aussagen zum Durchstreichen (jeweils auf einem mit dem Wort "Bullshit" beschrifteten Kästchen): "Impfungen fördern Allergien. Impfen schwächt die natürlichen Abwehrkräfte. Masern durchzumachen stärkt die Gesundheit. Nicht geimpfte Kinder leben gesünder. In Impfungen ist Quecksilber. Usw." Was den Wahrheits- bzw. Falschmeldungsgehalt dieser Aussagen angeht, kann man dem BMG nur zustimmen. Was die ironische Wortwahl betrifft – ebenfalls. Schließlich sind kreative Ansätze für mehr Sicherheitsawareness nie verkehrt. BERND ZIMMERMANN

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Wenn der Adventskranz (beim Sex) brennt …

15.12.2017

Refrago.de hat sich zum Ziel gesetzt, leicht verständliche Erklärungen für Rechtsfragen von allgemeinem Interesse zu finden. Unter dem Kurzlink http://bit.ly/2BJwO8E diskutiert die Plattform die Frage, ob die Haftpflichtversicherung einspringt, wenn Adventskranz oder Weihnachtsbaum in Brand geraten. Prinzipiell, so heißt es dort, könne für Schäden in der Wohnung die Haftpflichtversicherung aufkommen. Die Einstandspflicht könne jedoch beschränkt sein, wenn der Versicherte gemäß § 81 Abs. 2 VVG den Schadensfall grob fahrlässig verursacht hat. Auf Basis von Gerichtsurteilen werden Beispiele genannt: 1. Die Aufsicht über die brennenden Kerzen sei einem 6-Jährigen übertragen worden. 2. Der Versicherte habe zu Abend gegessen. 3. Der Versicherungsnehmer habe Gartenarbeiten ausgeführt und den Kranz 30 Minuten aus den Augen gelassen. 4. Der Versicherte habe einen Nachbarn für 15 Minuten besucht. 5. Ein anderer Versicherungsnehmer habe vergessen, die Kerzen vor dem Einkaufengehen zu löschen. Refrago gibt zudem auch Fälle an, bei denen ein grob fahrlässiges Verhalten per Gerichtsurteil verneint wurde: So habe zum Beispiel ein Versicherungsnehmer eine Kerze am Adventskranz angezündet und seine Ehefrau wecken wollen. Dabei sei es zum ungeplanten Sex gekommen. Vielleicht sollte man sich diese Ausrede für Sicherheitspannen prinzipiell einmal einprägen … BERND ZIMMERMANN

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