Zu guter Letzt

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Schlagfertige Feuerwehrleute

15.06.2017

Auf www.feuerwehrmagazin.de sind 12 Dinge, die Feuerwehrleute im Einsatz nicht von störenden Zaungästen hören wollen, veröffentlicht. Beispiel: "Ich zahl Ihr Gehalt. Sie müssen mir das sagen!" Antwortoption der Feuerwehr: "Ich diskutiere ehrenamtlich mit Ihnen". Kurzlink: http://bit.ly/2s1aZPH. "Recht so!" sagt der Sicherheits-Berater.

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echo look hat uns gerade noch gefehlt

15.05.2017

Neulich habe ich mir einen Style Assistant gekauft, den ich hier einmal als Datenschutzprodukt des Monats ausloben möchte: einen neuen Garderobenspiegel. Da schaue ich hinein, bevor ich morgens das Haus verlasse. Er gibt mir jede Menge wertvolle Rückmeldungen: Kleben noch Zahnpastareste auf dem Kinn? Passt das quergestreifte Hemd zur gepunkteten Krawatte? Sollte ich vielleicht heute Abend mal etwas früher ins Bett gehen? Mit diesem unbestechlichen Sicherheitsprodukt ließe sich sogar "die bessere Hälfte" ersetzen, die man auch einfach mal fragen könnte: "Wie sehe ich aus?" Allerdings drohte dann womöglich eine solche Antwort: "Dein Hüftgold drückt sich durchs Jackett." Außerdem speichert ein anderer Mensch seine Eindrücke, mein Garderobenspiegel jedoch – datenschutztechnisch einwandfrei – nicht. Womit ich nun auf die denkbar schlechteste Lösung zu sprechen komme: den neuen Style Assistant echo look von Amazon. Das ist praktisch Alexa mit Ohren und Augen. Will sagen: Amazon bietet zum Preis von 199 US-Dollar eine Videokamera an, von der ich mich fotografieren oder filmen lassen soll mit dem Ziel, die Aufnahmen an wen auch immer zu senden, der mir dann eine Rückmeldung zu meinem Aussehen gibt – und wahrscheinlich das eine oder andere Verbesserungsprodukt anzudrehen versucht. Das Ganze lässt sich auf amazon.com (Kurzlink: http://amzn.to/2plFoXn) bestaunen. Man darf sich also schon auf Youtubeclips freuen, die eine zweite Meinung zur Sitzhaltung auf dem Klo, zu Misshandlungsopfern und allem, was die menschliche Fantasie so hergibt, abfragen. Aus Sicht eines Sicherheitsberaters lässt sich dieses Produkt jedoch nur wie folgt kommentieren: Endlich ist es Big Brother gelungen, seine Kameras der Bevölkerung nicht einfach aufzuzwingen, sondern eine freiwillige Installation zu bewirken – und dafür auch noch 199 Ocken pro Datenschutzkatastrophe einzusacken!

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Werben mit der Einbruchsopferrolle

15.04.2017

Neulich schrieb Ludger Schulte-Hülsmann, seines Zeichens Generalsekretär der DLRG e.V., Bernd Zimmermann, dem hauptamtlichen Redakteur des Sicherheits-Berater, einen Brief. Der enthielt ein Anschreiben, eine "DLRG Spenden-Garantie" mit Überweisungsträger, vier Fotos von Schadensfällen (rückseitig ergreifend beschriftet) und, weil kleine Geschenke die Freundschaft erhalten einen Notizblock mit DLRG-Vierfarbkugelschreiber. Es handelte sich also um einen aufwendig gestalteten Werbebrief, besser gesagt: um einen Bettelbrief. Keine Ahnung, warum Herr Schulte-Hülsmann Herrn Zimmermann für einen potenziellen Wohltäter hält. Natürlich denken sich Werbetexter ja alles Mögliche aus, um uns von unserem Geld zu trennen. Aber, was dem der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft eingefallen

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Harndrangberechnung für Fußballfans

15.03.2017

Pressemitteilungen von Polizeien entbehren oft nicht einer gewissen unfreiwilligen Komik. In einer gemeinsamen Erklärung der Stadt Cottbus, des FC Energie Cottbus e. V., der Polizeiinspektion Cottbus/Spree-Neiße und der Bundespolizeidirektion Forst wenden sich die genannten Absender an die Fans in der Fußballregionalliga Nordost. Es geht darum, einen sicheren Verlauf des Punktspieles (vom 25. Februar) zwischen dem FC Energie Cottbus und dem Berliner FC Dynamo im Stadion der Freundschaft in Cottbus zu gewährleisten. Neben dem Hinweis, dass man gemeinsam auf Deeskalation, Kooperation und Kommunikation mit den Fußballfans setze, finden sich allerlei Informationen zur Organisation des Verkehrsflusses, Anreisemöglichkeiten, Sperrungen von Zuwegen, Kontrollmaßnahmen der Ordnungskräfte und allgemeinen Spielregeln für ein sicheres Fußballspiel ("Die Gästefans dürfen zum Anfeuern ihrer Mannschaft ein Megafon, Trommeln ( … ) und Fahnen ( … ) mitnehmen.) Auch die sinnvolle Warnung, dass gegen gewaltbereite Fans sofort und konsequent eingeschritten werde und sogenannte beschleunigte Strafverfahren drohten, fehlt dabei nicht. Alles richtig, alles sinnvoll, alles gut. Schmunzeln muss man jedoch darüber, dass die Presseerklärung jenen, die glauben, sich als Wildpinkler auf dem Weg vom Bahnhof zum Stadion profilieren zu müssen, vorrechnet, dass dies unangebracht sei: "Der Weg zum Stadion ist in etwa 20 Minuten zu bewältigen. Am und im Stadion stehen Toiletten bereit, sodass ein Verrichten der Notdurft in der Öffentlichkeit auf dem Weg zum Stadion nicht notwendig ist." Es ist doch immer wieder schön zu sehen, dass Sicherheitsplaner offenbar lieber fest an die Einsichtsfähigkeit von Veranstaltungsbesuchern, respektive Fußballfans, glauben als vorsorglich für ein paar Pinkelrinnen und Pixiklos extra zu sorgen …

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Sicherheitsrelevante Themen auf der CeBIT

01.03.2017

Vom 20. bis zum 24. März 2017 findet die CeBIT 2017 statt. Der Sicherheits-Berater erinnert daran, dass die CeBIT, laut Wikipedia ursprünglich "Centrum der Büro- und Informationstechnik", als Messe von hoher Sicherheitsrelevanz zu sehen ist. Die Top-Trends definiert der Veranstalter auf www.cebit.de jedenfalls wie folgt: Artificial Intelligence, Cloud, Cyber Security, Drones, Internet of Things, Virtual Reality. Alle diese Trends sind hochgradig sicherheitsrelevant. Um die Sicherheitsrelevanz dieser Trends zu verstehen, muss man nicht einmal Stephen Hawking zitieren, der die Künstliche Intelligenz sogar als Bedrohung für die Menschheit sieht. Nun versteht sich die Messe primär als Präsenter von Produkten und Innovationen, die die "digitale Transformation" vorantreiben. Letztere bringt Gefahren mit sich – und auch denen widmet sich die CeBIT, respektive natürlich bestimmte Aussteller. In einer Pressemitteilung, in der die CeBIT ausgewählte Aussteller herausstellt, springen sofort Firmen ins Auge, die sich explizit dem Thema Cyber Security widmen. Dazu gehören Trend Micro, Acronis und Kaspersky Lab. Auf Seiten der Start-ups zählt z. B. der Dresdner IT-Infrastrukturprovider Cloud&Heat zu denjenigen Ausstellern, die sich Sicherheitsfragen widmen. Er will sichere automatisierte Private- und Public-Cloud-Lösungen nach deutschen Qualitätsstandards bereitstellen. Die Lösung der Backes SRT GmbH soll die klare Trennung von beruflichen und privaten Daten auf dem Smartphone sichern und auch für kleine Unternehmen professionelle IT-Sicherheit bei der betrieblichen Verwendung privater Mobilgeräte ermöglichen, um ein weiteres Beispiel zu nennen. Welchen Stellenwert das Sicherheitsthema auf der CeBIT einnimmt, zeigt auch die Veröffentlichung eines Interviews mit dem Präsidenten des Bundeskriminalamtes, der auf der CeBIT Global Conferences sprechen wird. Der Sicherheits-Berater empfiehlt allen Sicherheitsverantwortlichen, einmal die Suchfunktion auf cebit.de zu bemühen und das Stichwort "Sicherheit" ("Security") einzugeben. Wer dann den ausgeworfenen Fundstellen folgt, könnte seinen Messerundgang in Halle 6, Stand H30, beginnen. Dort präsentiert das Bundesamt für Sicherheit BSI. Gleich daneben, an Stand H40 geht's dann weiter mit dem Besuch der VdS Schadenverhütung GmbH usw. usw.

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