Zu guter Letzt

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Badezimmer mit Rauchmeldern kacheln

01.07.2017

Die Initiative "Rauchmelder retten Leben" (www.rauchmelder-lebensretter.de) empfiehlt über ihre Pressestelle bundesweit die Rauchmelderpflicht für sämtliche Wohnräume. Das Risiko, bei einem Wohnungsbrand zu sterben, sei für Senioren doppelt so hoch wie für die restliche Bevölkerung. Der Einsatz von Rauchmeldern in sämtlichen Wohnräumen (bisher nur vorgeschrieben für Schlaf- und Fluchtwegräume) könne dieses Risiko deutlich senken. Ein Schelm wer denkt, dass hier der Abverkauf von Rauchmeldern an eine neue Zielgruppe angekurbelt werden soll, nachdem so gut wie alle Bundesländer bereits mit der Rauchwarnmelderpflicht "versorgt" wurden. Seltsamer Weise ist die Anzahl der Brand- und Rauchtoten dadurch in Deutschland noch nicht nennenswert gesunken. Macht nichts, ein paar Rauchmelder mehr können nie schaden. Die Lobby sollte sich auch dafür einsetzen, dass die Forderung nach der Seniorenvorsorge möglichst bald auch in ein Gesetz mündet. Man sollte auch nicht lange danach fragen, ob und wie das dann anschließend kontrolliert wird. Hauptsache, die Wohnungen der Alten sind besser geschützt als manches Verwaltungsgebäude mit einem Mehrfachen an Fläche und Nutzern. Lasst uns unsere Badezimmer künftig mit Rauchmeldern kacheln! Macht Rauchmelder bitte auch für blinde und taube Senioren zur Pflicht - plus die Anschaffung von Rauchmeldern mit Bettvibratorfunktion! Und wenn wir schon einmal dabei sind: Für Senioren sollte es auch Ganzkörperairbags geben. Stürze sind bekanntlich Todesursache Nummer eins bei alten Menschen. Aber halt, davon hat die Initiative Rauchmelder ja gar nichts. Okay, dann ist das halt ein Projekt für die Autozuliefererindustrie … BRUNO HECHT

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Schlagfertige Feuerwehrleute

15.06.2017

Auf www.feuerwehrmagazin.de sind 12 Dinge, die Feuerwehrleute im Einsatz nicht von störenden Zaungästen hören wollen, veröffentlicht. Beispiel: "Ich zahl Ihr Gehalt. Sie müssen mir das sagen!" Antwortoption der Feuerwehr: "Ich diskutiere ehrenamtlich mit Ihnen". Kurzlink: http://bit.ly/2s1aZPH. "Recht so!" sagt der Sicherheits-Berater.

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echo look hat uns gerade noch gefehlt

15.05.2017

Neulich habe ich mir einen Style Assistant gekauft, den ich hier einmal als Datenschutzprodukt des Monats ausloben möchte: einen neuen Garderobenspiegel. Da schaue ich hinein, bevor ich morgens das Haus verlasse. Er gibt mir jede Menge wertvolle Rückmeldungen: Kleben noch Zahnpastareste auf dem Kinn? Passt das quergestreifte Hemd zur gepunkteten Krawatte? Sollte ich vielleicht heute Abend mal etwas früher ins Bett gehen? Mit diesem unbestechlichen Sicherheitsprodukt ließe sich sogar "die bessere Hälfte" ersetzen, die man auch einfach mal fragen könnte: "Wie sehe ich aus?" Allerdings drohte dann womöglich eine solche Antwort: "Dein Hüftgold drückt sich durchs Jackett." Außerdem speichert ein anderer Mensch seine Eindrücke, mein Garderobenspiegel jedoch – datenschutztechnisch einwandfrei – nicht. Womit ich nun auf die denkbar schlechteste Lösung zu sprechen komme: den neuen Style Assistant echo look von Amazon. Das ist praktisch Alexa mit Ohren und Augen. Will sagen: Amazon bietet zum Preis von 199 US-Dollar eine Videokamera an, von der ich mich fotografieren oder filmen lassen soll mit dem Ziel, die Aufnahmen an wen auch immer zu senden, der mir dann eine Rückmeldung zu meinem Aussehen gibt – und wahrscheinlich das eine oder andere Verbesserungsprodukt anzudrehen versucht. Das Ganze lässt sich auf amazon.com (Kurzlink: http://amzn.to/2plFoXn) bestaunen. Man darf sich also schon auf Youtubeclips freuen, die eine zweite Meinung zur Sitzhaltung auf dem Klo, zu Misshandlungsopfern und allem, was die menschliche Fantasie so hergibt, abfragen. Aus Sicht eines Sicherheitsberaters lässt sich dieses Produkt jedoch nur wie folgt kommentieren: Endlich ist es Big Brother gelungen, seine Kameras der Bevölkerung nicht einfach aufzuzwingen, sondern eine freiwillige Installation zu bewirken – und dafür auch noch 199 Ocken pro Datenschutzkatastrophe einzusacken!

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Werben mit der Einbruchsopferrolle

15.04.2017

Neulich schrieb Ludger Schulte-Hülsmann, seines Zeichens Generalsekretär der DLRG e.V., Bernd Zimmermann, dem hauptamtlichen Redakteur des Sicherheits-Berater, einen Brief. Der enthielt ein Anschreiben, eine "DLRG Spenden-Garantie" mit Überweisungsträger, vier Fotos von Schadensfällen (rückseitig ergreifend beschriftet) und, weil kleine Geschenke die Freundschaft erhalten einen Notizblock mit DLRG-Vierfarbkugelschreiber. Es handelte sich also um einen aufwendig gestalteten Werbebrief, besser gesagt: um einen Bettelbrief. Keine Ahnung, warum Herr Schulte-Hülsmann Herrn Zimmermann für einen potenziellen Wohltäter hält. Natürlich denken sich Werbetexter ja alles Mögliche aus, um uns von unserem Geld zu trennen. Aber, was dem der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft eingefallen

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Harndrangberechnung für Fußballfans

15.03.2017

Pressemitteilungen von Polizeien entbehren oft nicht einer gewissen unfreiwilligen Komik. In einer gemeinsamen Erklärung der Stadt Cottbus, des FC Energie Cottbus e. V., der Polizeiinspektion Cottbus/Spree-Neiße und der Bundespolizeidirektion Forst wenden sich die genannten Absender an die Fans in der Fußballregionalliga Nordost. Es geht darum, einen sicheren Verlauf des Punktspieles (vom 25. Februar) zwischen dem FC Energie Cottbus und dem Berliner FC Dynamo im Stadion der Freundschaft in Cottbus zu gewährleisten. Neben dem Hinweis, dass man gemeinsam auf Deeskalation, Kooperation und Kommunikation mit den Fußballfans setze, finden sich allerlei Informationen zur Organisation des Verkehrsflusses, Anreisemöglichkeiten, Sperrungen von Zuwegen, Kontrollmaßnahmen der Ordnungskräfte und allgemeinen Spielregeln für ein sicheres Fußballspiel ("Die Gästefans dürfen zum Anfeuern ihrer Mannschaft ein Megafon, Trommeln ( … ) und Fahnen ( … ) mitnehmen.) Auch die sinnvolle Warnung, dass gegen gewaltbereite Fans sofort und konsequent eingeschritten werde und sogenannte beschleunigte Strafverfahren drohten, fehlt dabei nicht. Alles richtig, alles sinnvoll, alles gut. Schmunzeln muss man jedoch darüber, dass die Presseerklärung jenen, die glauben, sich als Wildpinkler auf dem Weg vom Bahnhof zum Stadion profilieren zu müssen, vorrechnet, dass dies unangebracht sei: "Der Weg zum Stadion ist in etwa 20 Minuten zu bewältigen. Am und im Stadion stehen Toiletten bereit, sodass ein Verrichten der Notdurft in der Öffentlichkeit auf dem Weg zum Stadion nicht notwendig ist." Es ist doch immer wieder schön zu sehen, dass Sicherheitsplaner offenbar lieber fest an die Einsichtsfähigkeit von Veranstaltungsbesuchern, respektive Fußballfans, glauben als vorsorglich für ein paar Pinkelrinnen und Pixiklos extra zu sorgen …

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