Zu guter Letzt

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"Explosive" Rechner am Gate

01.11.2016

Zwei Redaktionskollegen des Sicherheits-Berater werden zufälligerweise an einem Freitag im Oktober und dem darauf folgenden Montag vom Sicherheitsdienst am Flughafen Tegel aufgefordert, ihre Laptops auf Sprengstoff-Spuren untersuchen zu lassen. Da man nichts zu verbergen hat, kommt man dieser Aufforderung gerne nach. Nun dies: Am Laptop eines der beiden Kollegen wird die Probe als positiv detektiert. Das heißt, die Bundespolizei rückt an. Das Gerät wird zurückgestellt. Der Wachdienst wechselt die Handschuhe. Die Teststreifen werden ausgetauscht. Das Durchatmen kommt am Ende: Der zweite Versuch ist negativ. Am Montag danach bei dem anderen Kollegen das gleiche Procedere – nur mit dem Ergebnis, das trotz eines "Reset" das Gerät beim zweiten Mal erneut ein positives Ergebnis anzeigt! Das bedeutete für den Kollegen: Tasche komplett auspacken und Durchsuchung durch die Bundespolizei. Die findet aber bei der visuellen Kontrolle nichts. Dem Flug nach Köln steht nun endlich nichts mehr im Weg.

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Zu guter Letzt

Kein Ende der Drohnenbedrohung

15.10.2016

Ausgerechnet auf der Photokina 2016 in Köln lag ein kostenloses Exemplar der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung zum Mitnehmen aus (Ausgabe 25. September). Großer Aufmacher mit Bild auf der Titelseite: "Drohnen gefährden Flugverkehr". Nach Recherchen der FAZ verzeichnete die Flugsicherung 2015 vierzehn Behinderungen des Luftverkehrs durch Drohnen. Im laufenden Jahr sollen es bis jetzt bereits mehr als vierzig gewesen sein. Die Deutsche Flugsicherung schätzt, so die FAZ, dass dieses Jahr mehr als 400.000 Drohnen verkauft werden. Für das Jahr 2020 erwartet sie schon mehr als eine Millionen.

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Pflichterfüllung im Chaos?

01.10.2016

Ende August berichteten mehrere Berliner Zeitungen von einem Einsatz der Polizei bei der Polizei. Was war passiert? In der Einsatzleitzentrale gab es kurz vor 5.00 Uhr innerhalb von zwei Minuten 13 Alarme aus Einbruchmeldeanlagen in Berliner Polizeigebäuden. Drei davon im Polizeipräsidium selber. Die zuständige Wache schickte als Intervention ihre zwei verfügbaren Streifenwagen los. Da diese aber nicht alle betroffenen, auf ca. 20 Quadratkilometern verstreuten Gebäude erreichen konnte, wurden Streifen der benachbarten Polizeiwachen verständigt. Ursache für die Alarme, wie sich später herausstellte: Leitungsstörungen! Und als besonderes Bonbon beim Einsatz für die Polizisten: Der digitale Polizeifunk funktionierte beim Einsatz u. a. nicht im Polizeipräsidium! Die Kommunikation war nicht bzw. nur eingeschränkt möglich.

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Finanzamt mit Kater

01.10.2016

Dass das Alarmwesen nicht immer so funktioniert wie geplant zeigt auch ein Fall aus der alten Bundeshauptstadt Bonn. Seit einiger Zeit hat es dort in einem Finanzamt sogenannte Störalarme gegeben. Die Alarmanlage, die unsere Steuergeheimnis sichern und einzelne Steuerbürger vor der Versuchung schützen soll, ihre kompromittierende Akte zu entwenden oder zu manipulieren, ging mehrfach los. Die jeweiligen Nachschauen durch Wachdienst und Hausmeister waren erfolglos. Batman und Spiderman sind bekanntlich nur in den USA unterwegs und schieden daher aus.

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40 Prozent aller Rechenzentren ohne Schutz von Naturkatastrophen!

01.09.2016

Unter der doch sehr provokanten Überschrift "Naturgewalten bedrohen auch technische Infrastrukturen" bekamen Redakteure des Sicherheits-Berater einen aktuellen Blogbeitrag von huffingtonpost.de auf den Tisch (Kurzlink: http://huff.to/2baJKql). Beim Lesen stockte diesen schon der Atem in der Gewissheit, dass fast alle Rechenzentren in Deutschland keine Risikovorsorge betreiben: 40 Prozent der Rechenzentren in gefährdeten Gebieten sind demnach nicht gegen Hochwasser geschützt. 39 Prozent hatten bereits Störungen durch Erdbeben. 91 Prozent der befragten Unternehmen haben Ausfälle durch Naturkatastrophen zu verzeichnen! Durchschnittliche Schadensumme pro Vorfall 35.000 Euro (max. 700.000 Euro). Erschreckende Zahlen, oder? Wie schlecht funktioniert nur unsere IT?! Studiert man dann die Datenquelle, kommt die unendliche Erleichterung, denn es handelt sich hier um eine bereits über 12 Monate alte "unabhängige Marktstudie" mit einer Umfrage bei 300 IT-Managern in Deutschland, Großbritannien und der Türkei zum Thema Outsourcing/Cloud. Komischerweise war davon nichts im Blogbeitrag zu lesen. Das Ziel der Studie wird schnell greifbar: Es geht hier nicht um ein präzises Aufarbeiten der IST-Situation und strategische Ansätze von Verbesserungen. Es ist als "schein"-argumentative Unterstützung des Marketing zur Kundengewinnung für drei Datacenter in London, Istanbul und Frankfurt (www.zeniumdatacenters.de) gedacht. Mit Hilfe und frei nach dem Motto: "Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!" Angeblich sind auch bereits 82 Prozent der Befragten glücklich über die Auslagerung ihrer IT zur Risikominimierung ihrer Naturgewalten im Unternehmen! Auch Sie?

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