Mit dem GR-01 hat das Leipziger Start-up Generative Robotics (GR) auf der Security Essen seinen ersten autonomen, mobilen und modular erweiterbaren Roboter (AMR) vorgestellt. Das Besondere aus Anbietersicht: Der GR-01 ist vierrädrig mit Einzelradaufhängung, geländegängig, kann sich auf der Stelle um die eigene Achse drehen, verfügt über einen hochfahrbaren Turm mit Kameras und Sensoren, hat adaptierbare Arme, kann sprechen und hören und je nach Kundenwunsch vieles mehr – flexibel und „perfekt für den Einsatz in Industrie und Wirtschaft, bei Dienstleistungen, im Gesundheitswesen, kritischer Infrastruktur (KRITIS)“.
Generative Robotics wurde als Start-Up im Juni 2026 gegründet mit Fokus auf die Entwicklung eigener Technologie-Plattformen. Erdacht und produziert in Deutschland. Dabei nutzt GR das Branchenwissen und die Erfahrung aus jahrelangem Einsatz marktüblicher autonomer, KI-gesteuerter Technologien. Hinter GR stehen der Informatiker und Hardware-Engineer Aleksej Tokarev, Unternehmer Andreas Ciborius (CIBORIUS Gruppe seit 2006) sowie Software-Engineer Thomas Schröter.
Der GR-01 lässt sich mit unterschiedlichen Funktionsmodulen und Nutzlasten an verschiedene Aufgaben anpassen und in bestehende Systeme und Arbeitsabläufe einbinden. Die Einsatzmöglichkeit reicht von Perimeterüberwachung, Schutz kritischer Infrastruktur bis hin zu Inspektionen und Wartungsunterstützung. Je nach Ausstattung soll der GR-01 mehrere Prozesse gleichzeitig abarbeiten können.
Der Robter verfügt über Schnittstellen für z. B. zusätzliche Kameras, Radar, Mikrofone, Gasdetektoren oder andere Sensoren sowie Transportmodule für Feuerlöscher, Verbandskasten oder Ähnliches. Perspektivisch können auch Cobot-Arme ergänzt werden. Der GR-01 wiegt 120 kg, ist 120 cm lang und 80 cm breit, hat eine Höhe von 120 bis 160 cm.

Der GR-01 in Aktion
Bildquelle: Generative Robotics
Wichtig ist für die Gründer die unkomplizierte Handhabung des Roboters insgesamt. Wir haben uns in Essen eine Demonstration angeschaut und finden die Aussage nachvollziehbar. Zum Roboter gehört eine robuste, wetter- und schmutzresistente, autonome Dockingstation. Beim Einsatz des Geräts brauchen Betreiber Kontrolle gerade über die anfallenden und verarbeiteten Daten. GR bietet daher sowohl Cloud-gestützten als auch On-Premise-Betrieb an.
Zur Navigation nutzt der GR-01unterschiedliche Technologien. Dazu gehören LiDAR (Light Detection and Ranging = Abstandsmessung mittels Laser) und Stereokameras ebenso wie GNSS mit RTK (Sattelitennavigationstechnik mit Real-Time Kinematic – erkennt Positionen auf den cm genau) und – abhängig vom Einsatz – UWB (Ultra-Wideband (Ultrabreitband) Funktechnologie für den Nahbereich), WLAN oder Bluetooth. Die Einsatzbereiche des GR-01 sind bewusst vielfältig ausgerichet: Industrie, produzierendes Gewerbe, Dienstleister wie Facility Management und Sicherheitsdienst. Durch die Anhängerkupplung kann er auch in der Intralogistik eingesetzt werden und Transportwagen innerhalb eines Betriebes ziehen und wiederkehrende Transportwege autonom übernehmen.