Liebe Leserinnen und Leser,
Wikipedia weiß: „Eine Einsatzleitstelle leitet den Einsatzbetrieb der zugeordneten Organisationen, nimmt Informationen entgegen, wertet sie aus und koordiniert die angeschlossenen Dienste.“ Aufgrund ihrer gesteigerten Bedeutung für die Unternehmenssicherheit widmen wir diese Ausgabe fast vollständig den Leitstellen/
Sicherheitszentralen. Und das unter den verschiedensten Gesichtspunkten.
In Mike Ribbes Beitrag zur Raum- und Arbeitsplatzbesiedelung von Leitstellen lernen wir beispielsweise: „Leitstellen sind das Herzstück sicherheitstechnischer Infrastrukturen (…) Eine professionell geplante Raum- und Arbeitsplatzgestaltung für eine Leitstelle ist daher weit mehr als eine Designfrage. Sie ist ein Sicherheitsfaktor.“
Die Arbeitsumgebung „Leitstelle/Sicherheitszentrale“ stellt hohe Anforderungen an das Thema Ergonomie, da Beschäftigte über längere Zeiträume konzentriert arbeiten und in kritischen Situationen schnell reagieren müssen. Daher widmen wir auch diesem Aspekt einen fundierten, besonders lesenswerten Beitrag.
Unternehmen sind gerne bereit, in die Technik ihrer Leitstelle zu investieren, um diese auf einen modernen Stand zu bringen bzw. zu halten. Aber wie sieht es mit dem dort tätigen Personal aus? Werden an dessen Einsatz und Qualifikation vergleichbare Ansprüche gestellt? Stephan Leukert meldet hier aus seiner Beratungserfahrung einige Zweifel an, gibt aber auch konkrete, praxisnahe Verbesserungstipps.
Auch bereits bei der Projektierung und konkreten Planung von Leitstellen läuft nicht immer alles optimal. Rochus Zalud gibt Empfehlungen zur Vermeidung der häufigsten Fehler.
KVM-Systeme werden in Leitstellen und -warten, Data Center Control Rooms und ähnlichen Umgebungen eingesetzt, um flexible Verbindungen von Clients oder Servern zu den Bedienplätzen und deren Human Interface Devices (HID), wie Tastatur (Keyboard), Monitor/Touchscreen (Video) und Computer-Maus (Mouse) zu realisieren. KVM steht also für Keyboard, Video, Mouse. Soll zusätzlich noch Ton (Audio) übertragen werden, so wird aus KVM ein KVMA-System. Lutz Rossa
führt uns in diese Technologie ein, die im Detail „eine komplexe Planung erfordern kann.“
Abschließend bricht Fabian Hecker im
ersten Teil einer Mini-Serie eine Lanze für automatisierte Routinen in der Leitstelle, die „helfen, alle Informationen verlässlich zu erheben und die notwendigen Aufgaben in der richtigen Reihenfolge abzuarbeiten.“
Klingt alles ein wenig monothematisch? Das ist es aber nur an der Oberfläche. Denn wie Ilona Heßler in ihrem Beitrag zur Ergonomie ganz richtig schreibt, ist alles in andere Berufswelten übertragbar: „Auch Leserinnen und Leser, die nicht in Leitstellen tätig sind, können dies als Leitfaden für ihre Bürotätigkeiten nutzen.“ Denn was für Leitstellen funktioniert und gut ist, ist generell auch für die Unternehmenssicherheit gut!