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Zu guter Letzt

Weiblicher Hilfeschrei als Alarmsignal?

Ausgabe 20/2025 |
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Ausgabe 20/2025
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Ein Aprilscherz im Oktober? Durch Zufall bin ich auf der Internetseite von „BauNetz Wissen“ über eine Nachricht bezüglich einer Alarmierung bei einem Einbruchversuch über eine Jalousie gestoßen. Neben der technischen Beschreibung fiel ins Auge, dass beim Versuch des Aufhebelns ein akustisches Signal ertönt, dass mit einem weiblichen Hilfeschrei vergleichbar sei und einen Lärmpegel von 130 dB besäße. Ingenieurtechnisch kam der Prüfzwang in mir hoch. Kann die Auslösung über eine Abschlussleiste funktionieren? Ist ein weiblicher Hilfeschrei 130 dB laut? Wie sind die technischen Abhängigkeiten und die Integration der Technik in das Bauelement?

Bei der Suche nach dem angegebenen Unternehmen musste ich schnell aufgeben – nichts zu finden. Doch interessanterweise findet sich beim europäischen Patentamt immerhin eine Patentschrift von einem Herrn Christoph Friedrich Jahn, die sich mit der Einbruchsicherung durch eine Rollladen-Alarmanlage beschäftigt. Nur als Alarmmeldung, nicht mit einem akustischen Alarm. Und natürlich ohne Information dazu, ob dies jemals erfolgreich umgesetzt wurde.

Zur Alarmierung: Nach den gängigen Schallpegel-Lärmtabellen sind die 130 dB fast mit dem Lärm bei einem Flugzeugstart verbunden, sind sehr gefährlich und können schon bei kurzer Einwirkung zu Gehörschäden führen. Zwar gibt es für Einbruchmeldeanlagen keinen einheitlichen Grenzwert für den maximalen Lärmpegel, da die Lautstärke vom Umgebungsgeräusch abhängt, jedoch sind z. B. in Wohngebieten nicht mehr als 55 dB zulässig.

Im Ergebnis: Eine Nachricht, die mit technischem Grundwissen, logischem Denken und kritischem Hinterfragen schnell als Fake News erkennbar wird. Den Vergleich des weiblichen Hilfeschreis als Alarmsignal wegen des angeblich hohen Lärmpegels zu definieren: eine Frechheit! Die Homepage wird betreut von der Heinze GmbH, die vielen von uns als Datenbank und Informationsquelle für Bauprodukte und Lösungen bekannt ist. Hier hat man sich wohl eher von der Idee (wird im Privatbereich in Blogs auch als Vorschlag diskutiert) leiten als sich mit der Thematik fachlich auseinandergesetzt.

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