Künstliche Intelligenz (KI) bereitet Unternehmen in der DACH-Region inzwischen fast doppelt so häufig Sorgen wie klassische Malware. Das zeigt der Arctic Wolf 2026 AI & Cybersecurity Trends Report. Demnach nennen fast doppelt so viele der befragten Führungskräfte Risiken rund um künstliche Intelligenz, Large Language Models (LLMs) und Agentic AI als ihre größte Cybersecurity-Sorge – noch vor Malware.
Die Ergebnisse zeigen jedoch nicht, dass Unternehmen den Einsatz von KI bremsen wollen. Vielmehr verändert die neue Bedrohungslage die Anforderungen an ihren Einsatz. In der DACH-Region muss KI kontrollierbar sein, LLMs müssen ausdrücklich zugelassen werden und Menschen sollen bei sicherheitsrelevanten Entscheidungen eingebunden bleiben. Dasselbe Sicherheitsverständnis spiegelt sich auch bei der Auswahl von Cybersecurity-Anbietern wider: Ein regionales Security Operations Center (SOC) und digitale Souveränität spielen für viele Unternehmen eine wichtige Rolle bei Kaufentscheidungen.
Die wichtigsten Ergebnisse für die DACH-Region im Überblick:
- KI hat Malware als größte Cybersecurity-Sorge überholt. 38 Prozent der Befragten nennen Risiken rund um KI als ihre größte Herausforderung im Bereich Cybersicherheit – lediglich 21 Prozent sehen Malware noch an erster Stelle.
- Unternehmen wollen KI kontrolliert einsetzen. Sie legen Wert auf kontrollierbare KI, zugelassene LLMs und menschliche Aufsicht.
- Digitale Souveränität beeinflusst Security-Entscheidungen. Für 82 Prozent stärkt ein Security Operations Center innerhalb Europas das Vertrauen in einen Cybersecurity-Anbieter.
Methodik
Der AI & Cybersecurity Trends Report basiert auf einer weltweiten Befragung von 1.350 IT- und Security-Entscheidungsträgern. Für die DACH-Auswertung wurden die Ergebnisse aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gesondert analysiert.
Zum Report (Download nach Registrierung)
41 Prozent erhöhen ihr IT-Sicherheitsbudget – wegen KI
Eine aktuelle Kaspersky-Studie sekundiert diesen Einschätzungen mit folgenden Ergebnissen: KI wird zum zentralen Treiber steigender IT-Sicherheitsbudgets: 41 Prozent der Großunternehmen weltweit nennen die Einführung von KI als wichtigsten Investitionsgrund, gefolgt von höheren Kosten durch Sicherheitsverletzungen und jüngsten Vorfällen. Gleichzeitig wächst das Risikobewusstsein – insbesondere mit Blick auf KI-Schwachstellen und unkontrolliert eingesetzte Drittanbieter-Tools. Deshalb treiben 81 Prozent der Großunternehmen die Einführung interner KI-Lösungen aktiv voran.
- Schatten-KI stellt für 31 Prozent einen Risikofaktor dar.
- 81 Prozent treiben interne KI voran.
- KI-Schwachstellen, Phishing und groß angelegte Malware-Angriffe werden als größte Bedrohungen gewertet.
- KI wird implementiert, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und die operative Leistungsfähigkeit zu verbessern.
Methodik
Umfrage unter 1.800 IT- und Cybersicherheitsentscheidern sowie entsprechenden Spezialisten aus Organisationen in 18 Ländern (inkl. Deutschland) und verschiedenen Branchen, darunter IT, Fertigung, Finanzwesen, Einzel- und Großhandel, durch das Kaspersky Internal Research Center.