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Sicherheitstechnik

„Alberich II“ bedroht Zutrittskontrolle und Videoüberwachung

Ausgabe 7/2022
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Ausgabe 7/2022
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Antischall zur Geräuschunterdrückung – das klang so lange nach Science-Fiction, bis es erfunden wurde. Mittlerweile bieten viele Hersteller bereits im gehobenen Preissegment Kopf- und Ohrhörer mit Schallreduktion und sogar aktiver Geräuschauslöschung ANC (Active Noise Cancellation) an. Das dahinterstehende physikalische Prinzip – Antischall eliminiert Schall – hat jetzt ein norwegisches Hightech-Startup vom auditiven auf den visuellen Bereich übertragen.

Dieser genial logische Gedanke ermöglicht nunmehr die Produktion von Tarnumhängen. Snøren Kierkegaart, CEO der Senixmeer Ltd. Corp.: „Wir machen uns den bereits seit längerer Zeit gut erforschten negativen Brechungsindex des Lichts zunutze.“ Dabei wird ein Ganzkörper-Tarn-Umhang – keineswegs also nur eine Tarnkappe – aus Nanometermaterialien produziert. Das kurz vor der Marktreife stehende Produkt mit Modellnamen „Alberich II“ besitzt zwei Eigenschaften:

  1. 1Durch das physische Abdecken einer Person mit dem Umhang ist diese nicht mehr zu sehen. Das war bisher bereits nichts Ungewöhnliches – allerdings verrieten die Konturen des Umhangs eine Person weiterhin.
  2. Die spezielle Oberfläche des Umhangs ist allerdings nun in der Lage, Lichtstrahlen umzuleiten. Das heißt, somit treffen auch keine reflektierbaren Lichtstrahlen mehr auf den Umhang. Deshalb sind weder die Person noch ihre Kontur noch der Umhang selbst noch zu sehen. Und durch das Umlenken des Lichts um den Umhang herum entsteht auch kein wie auch immer geartetes Loch im Bild bzw. Gesichtsfeld des Betrachters oder einer Kamera. Die getarnte Person ist schlicht und ergreifend unsichtbar.

Die Ankündigung des Tarnumhangs hat bereits Schockwellen in der Sicherheitsbranche ausgelöst. Die Aktien der Hersteller von Videoüberwachungs- und Zutrittskontrollsystemen stürzten ins Bodenlose. Die Anleger begriffen offenbar schnell, dass Videoüberwachungskameras überflüssig sind, wenn es nichts mehr zu sehen gibt. Auch die Zutrittskontrolle ist überwiegend darauf angewiesen, Personen als Personen tatsächlich wahrnehmen zu können. Ob eine Umrüstung der Systeme realistisch ist, wird sich in Kürze zeigen: Bei Videokameras prüfen Hersteller bereits, ob Tarnumhänge mit Hilfe von Infrarotkameras dennoch irgendwie detektiert werden können. Und die Hersteller von Zutrittskontrollsystemen experimentieren derzeit mit Kettenvorhängen, die Bewegungen visuell getarnter Personen sichtbar machen sollen.

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