Großveranstaltungen stellen Veranstalter, Kommunen, Polizei und Sicherheitsdienste vor immer komplexere Aufgaben. Wenn hunderttausende Menschen in kurzer Zeit anreisen, sich auf begrenztem Raum bewegen und später nahezu gleichzeitig wieder abreisen, entscheidet professionelle Sicherheitsorganisation nicht nur über reibungslose Abläufe, sondern auch über das Sicherheitsgefühl der Besucherinnen und Besucher.
Der jüngste Karneval der Kulturen in Berlin hat erneut gezeigt, welche Dimensionen Veranstaltungen im öffentlichen Raum erreichen können. Bei über 1,1 Millionen Teilnehmern wird deutlich, wie anspruchsvoll es ist, große Menschenmengen, Verkehrsströme und sensible Bereiche jederzeit im Blick zu behalten. Trotz dieser vielfältigen Herausforderung ist das Sicherheitskonzept der Veranstaltung aufgegangen: Nach Angaben der Polizei kam es während der Veranstaltung zu keinen Zwischenfällen.
Die privaten Sicherheitsfirmen AREA CONTROL und Premium Corps AG, die zusammen mehr als 500 Mitarbeiter vor Ort eingesetzt haben, ziehen ebenfalls ein positives Fazit. Aus ihrer Sicht braucht es dafür einen integrierten Ansatz: qualifiziertes Personal vor Ort, unterstützt durch intelligente technische Systeme. Kurz: ISL – integrierte Sicherheitslösungen. Denn moderne Systeme können Bewegungen, Verdichtungen und kritische Situationen frühzeitig erfassen und den Verantwortlichen vor Ort eine bessere Entscheidungsgrundlage geben. Technik ersetzt den Menschen nicht, sie macht Sicherheitspersonal schneller, präziser und handlungsfähiger.
Beim Karneval der Kulturen werden gezielt Videotürme und erdgebundene Drohnen eingesetzt, um Menschenbewegungen frühzeitig erkennen und steuern zu können. Über eine zentrale Sicherheitsleitstelle werden die Informationen verarbeitet und die Maßnahmen können frühzeitig eingeleitet und an unser Ordnungsdienstpersonal auf der Strecke weitergegeben werden. Dies macht die Veranstaltung für alle Interessengruppen sicherer, was sich auch in den Einsatzbilanzen von Polizei und Ordnungsamt widerspiegelt.
Aus Sicht der beiden Sicherheitsdienstleister zeigt sich damit ein übergreifendes Prinzip: Sicherheit bei Großveranstaltungen entsteht nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern durch integrierte Systeme. Dazu gehören technische Detektion, qualifiziertes Personal, klare Prozesse und belastbare Kommunikationswege