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FVSB-Jahresmitgliederversammlung: Zuversichtlich

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50 Mitgliedsvertreter haben an der jährlichen Mitgliederversammlung im Verbandshaus des Fachverbandes Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB) am 23. Juni teilgenommen. Das vielfältige Programm stieß auf reges Interesse. Auch wenn die Gesamtlage schon mal besser war, begrüßte Karl Kristian Woelm, der Vorstandsvorsitzende des Fachverbandes Schloss- und Beschlag-industrie, die Mitglieder mit Optimismus: „Die Zahl der Baugenehmigungen steigt, wenn auch auf einem niedrigen Niveau, der Öffentliche Bau wächst, besonders hochwertige Bauten wie beispielsweise Schulen stehen an und vermutlich werden einige Unternehmen von der Wehrertüchtigung im Land profitieren.“ Leider bliebe aber weiterhin der Wohnbau deutlich hinter den Bedarfsmengen zurück.

Sehr kritisch sieht er den Reformstau in unserem Land und die weiter zunehmende Bürokratisierung der Wirtschaft auf allen Ebenen, aber genau da setze die Verbandsarbeit an und unterstützt die Mitgliedsunternehmen maximal. Dazu passte der erste Vortrag des Tages. Monika Menz, Rechtsanwältin der Kanzlei Nusser Franssen, referierte über den Cyber-Resilience-Act (CRA), der alle Produkte mit digitalen Elementen wie Datenschnittstellen betrifft. Der CRA verfolgt vor allem das Ziel, vernetzte Hard- und Software in der EU sicherer zu machen und Cybersicherheit bereits bei Entwicklung, Inverkehrbringen und Nutzung mitzudenken. Für Hersteller bedeutet das vor allem: sichere Produktgestaltung, Risikobewertung, technische Dokumentation, Schwachstellenmanagement und Meldung relevanter Sicherheitsvorfälle. Dazu kommen Pflichten für Schwachstellenmanagement, Sicherheitsupdates über die vorgesehene Nutzungsdauer und Meldepflichten bei aktiv ausgenutzten Schwachstellen oder schwerwiegenden Vorfällen. Je nach Produkt ist außerdem ein Konformitätsbewertungsverfahren erforderlich, häufig mit EU-Konformitätserklärung und CE-Kennzeichnung. Bereits seit Dezember 2024 ist die CRA in Kraft, am 11. September 2026 erfolgt die Meldepflicht. Ab dem 11. Dezember 2027 gilt die Verordnung für alle Hersteller.

Entspannter, aber nicht minder interessiert wurde das Referat von Max Reichert vom Verband der Messewirtschaft (AUMA) zum Thema „Messen im Zeitalter von KI: An der Schwelle zwischen Experiment und Integration“ verfolgt. Demnach spielt KI auf Messen zunehmend eine Rolle, aber die Implementierung stellt viele Aussteller noch vor Herausforderungen. Die letztjährige AUMA-Studie zum Thema ergab, dass mehr als 40 Prozent der Aussteller eine KI-Strategie planen, aber nur 8 Prozent bereits eine Strategie besitzen und umsetzen. KI wird bisher am häufigsten zur Unterstützung bei Texten, für Chatbots, zur Datenanalyse, für Besucherinteraktion, aber auch zur Automatisierung von Aufgaben und Marketingaktionen eingesetzt. Messebesucher wünschen sich durch den KI-Einsatz überwiegend schnellere Informationsbereitstellung, Interaktion & Netzwerken, Planung des Messebesuches und innovative Erlebnisse.

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