Close

Login

Wenn Sie sich hier zum ersten Mal seit dem 09.02.2024 anmelden wollen, nutzen Sie bitte die "Passwort vergessen"-Funktion.

Noch kein Abonnent? Hier geht es zu unseren Angeboten.
Close

Unser Kennenlernangebot

Mit Ihrer Registrierung erhalten Sie 4 Wochen kostenlosen Zugang zu allen Abonnenteninhalten.

Oder entscheiden Sie sich gleich für ein kostenpflichtiges Abonnement, um dauerhaft auf alle Inhalte des Sicherheits-Berater zugreifen zu können.

Close

Passwort vergessen

HDI Global: 5 Schritte zur Cyber-Resilienz für Unternehmen

Cyberangriffe zählen zu den gravierendsten Geschäftsrisiken für Unternehmen in Deutschland. Die Zahl der Vorfälle nimmt kontinuierlich zu, Schadensummen erreichen Rekordwerte und die Komplexität der Bedrohungen steigt. Laut der “HDI Cyberstudie” des Industrieversicherers HDI Global waren in den vergangenen fünf Jahren mehr als die Hälfte der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland von Cyberattacken betroffen.

Logo des Industrieversicherers HDI Global

Bildquelle: HDI Global

Auf europäischer Ebene zeigt der aktuelle “ENISA Threat Landscape 2025”-Bericht: Phishing, Ransomware und Distributed Denial of Service (DDoS)-Attacken bilden die dominierenden Bedrohungsvektoren für Unternehmen aller Größen und Branchen. Die europäische Cyberagentur ENISA analysierte für den Zeitraum Juli 2024 bis Juni 2025 fast 4.900 Vorfälle. Die durchschnittlichen Kosten pro Cyber-Schadenfall stiegen zuletzt um 47 Prozent auf rund 99.000 Euro. Cyber-Resilienz muss daher mit strategischer Priorität behandelt werden.

David Bartolini, Head of Cyber Risk Engineering Tech bei HDI Global, identifiziert fünf Handlungsfelder, die Unternehmen jeder Größe priorisieren sollten, um ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberbedrohungen zu erhöhen.

     

  1. Kontinuierliche Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeitenden
    Menschliches Fehlverhalten bleibt ein wesentlicher Risikofaktor: Rund 60 Prozent aller Cybervorfälle sind laut ENISA-Report darauf zurückzuführen. Die HDI Cyberstudie zeigt, dass Angreifer vor allem über E-Mail und Social Engineering erfolgreich sind. 71 Prozent der befragten Unternehmen setzen inzwischen auf regelmäßige Awareness-Trainings und simulierte Phishing-Angriffe. Als Gegenmaßnahme besonders effektiv sind praxisnahe Angriffssimulationen und Readiness Workshops, wie sie im Rahmen von manchen Cyberversicherungen angeboten werden. Die Studie belegt jedoch, dass die Sensibilisierung nach einem Vorfall oft nur kurzfristig ansteigt. Nachhaltige, kontinuierliche Schulungsmaßnahmen sind daher unerlässlich.
  2.  

  3. Aktualisierung von Software und Schließen von Sicherheitslücken
    Cyberkriminelle nutzen bevorzugt bekannte Schwachstellen in veralteter Software. Ein konsequentes Patch Management reduziert die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadens um 23 Prozent. Ungepatchte Systeme gelten als Einfallstor für Angreifer. Gezieltes Risk Engineering und die kontinuierliche Überprüfung kritischer Infrastruktur sind daher nicht nur effektiv, sondern unabdinglich.
  4.  

  5. Netzwerksegmentierung und technische Absicherung
    Mit der zunehmenden Vernetzung und der Ausweitung von Home-Office-Strukturen wächst die Angriffsfläche von Unternehmen. Wir sehen einen deutlichen Anstieg technischer Angriffe, etwa durch DDoS-Attacken. Professionelle IT-Maßnahmen wie Netzwerksegmentierung, Endpoint Detection and Response, Security Information and Event Management sowie der Betrieb eines Security Operations Center ermöglichen frühzeitiges Erkennen und Isolieren kompromittierter Systeme. Das Prinzip minimaler Zugriffsrechte begrenzt potenzielle Schäden.
  6.  

  7. Management von Drittanbieter- und Lieferkettenrisiken
    Cyberrisiken entstehen auch durch externe Partner. Viele Unternehmen investieren nach einem Angriff in neue Hard- und Software und überprüfen verstärkt ihre Lieferantenbeziehungen. Dem ENISA-Report zufolge machen Supply-Chain-Angriffe mittlerweile über zehn Prozent der dokumentierten Bedrohungen aus. Besonders kritisch sind kompromittierte Software-Repositories und Schwachstellen bei Drittanbietern, die europaweit zu weitreichenden Sicherheitsvorfällen führen. Essenziell sind daher Cybersecurity-Klauseln in Verträgen, Nachweise über Sicherheitsstandards und gemeinsame Infrastrukturtests.
  8.  

  9. Vorbereitung auf den Ernstfall: Back-ups und Notfallübungen
    Eine hundertprozentige Prävention ist nicht möglich. Die durchschnittliche Betriebsunterbrechung nach einem Cyberangriff beträgt 4,2 Tage, bei kleinen Unternehmen sogar 5,5 Tage. Regelmäßige Back-ups und getestete Wiederherstellungspläne sind entscheidend, um Ausfallzeiten und Datenverluste zu minimieren.

    Ganzheitliche Risikoanalyse erhöht Cyber-Resilienz

    Prävention und ganzheitliche Absicherung zahlen sich aus: Unternehmen mit einem hohen Umsetzungsgrad von Sicherheitsmaßnahmen sind rund 36 Stunden schneller wieder einsatzbereit und verzeichnen zehn Prozent geringere Kosten pro Schadenfall. Versicherer agieren als Partner in Transformation für Industrie und Mittelstand, indem sie Kunden aktiv zur Seite stehen und praxisnahe Schutzkonzepte entwickeln, die Resilienz und Versicherbarkeit stärken. Durch individuelle Beratungsleistungen, und ein umfassendes Produktportfolio erhalten Unternehmen so gezielte Unterstützung bei ihrer digitalen Transformation.

Mehr über HDI Global und Cybersecurity

Aktuell in dieser Rubrik

Weitere Short News

Meist gelesen

Schwerpunktthemen