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Tag gegen Lärm 2026 – „Der Sound von morgen“

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Wir kennen alle die Brummgeräusche von niedertourig laufenden Motoren in technischen Anlagen, bei Feuerungs- und Trafoanlagen oder bei Notstromanlagen. Insbesondere sind Installationen der Energiewirtschaft, die mit Wechselspannung arbeiten, oft die Ursache für Schwingungen oder tieffrequenten Schallemissionen. Die Anzahl der Beeinträchtigungen durch solche tieffrequenten Geräusche hat sich in den letzten Jahren durch den Einsatz moderner Heizsysteme wie Blockheizkraftwerke, Luft-Wärmepumpen und brennwertfähige Heizkessel deutlich verstärkt. Aufgrund ihrer langen Wellenlänge durchdringen diese tieffrequente Geräusche Mauern, Fenster, Türen und andere Hindernisse extrem, eine Abschwächung findet fast nicht statt. Die Ausbreitung erfolgt über größere Entfernungen. Dies führt dazu, dass diese Störungen auch in großer Entfernung zur Quelle wahrnehmbar sein können.

Zwar steigt die menschliche Hörschwelle mit abnehmender Frequenz stark an. Dennoch ist die subjektive Belästigung hoch, da bereits Pegel, die knapp über der Wahrnehmungsschwelle liegen, als unerträglich empfunden werden können. Und niedrige Frequenzen, die unterhalb des hörbaren Bereichs liegen, werden dennoch körperlich spürbar. Vielfach empfinden wir „Schwebungen“. Als „Schwebung“ bezeichnet man den Effekt, dass die Resultierende der additiven Überlagerung zweier Schwingungen, die sich in ihrer Frequenz nur wenig voneinander unterscheiden, eine periodische zu- und abnehmende Amplitude aufweist. Unterhalb von 20 Hertz fehlen Tonhöhen- und Lautstärkeempfindung meist vollständig. Stattdessen spüren wir – sofern der Schallpegel hoch genug ist – ein Pulsieren oder Vibrieren, das mit einem Druckgefühl auf den Ohren verbunden sein kann. Bei einer langfristigen Exposition kann das körperliche und psychische Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt werden.

Die Bundesregierung bemüht sich seit einigen Jahren, die TA-Lärm dahingehend zu ändern. Und mit der DIN 45680 „Messung und Bewertung tieffrequenter Geräuschimmissionen in der Nachbarschaft“ wird seit rund 30 Jahren versucht, ingenieurtechnisch diesen Phänomenen zu begegnen. Unabhängig davon ist es positiv, dass unter der Schirmherrschaft der Deutsche Gesellschaft für Akustik (DEGA e.V.) einmal im Jahr ein bundesweiter Tag gegen Lärm stattfindet (oder auch International Noise Awareness Day). Dieses Jahr ist dies am Mittwoch, dem 29. April 2026. Das diesjährige Motto lautet „Der Sound von morgen“ und stellt die Frage in den Mittelpunkt, wie KI-gesteuerte Umweltgestaltung, innovative akustische Konzepte und synergetische Effekte die Städte der Zukunft prägen können. Da sollten die oben beschriebenen Phänomene mitbedacht werden!

Lassen wir uns (vielleicht nicht nur an diesem Tag) für das Wirken zu einem bewussten Umgang mit Lärm, Schall und Akustik in unserem Unternehmen, bei der Planung und Umsetzung, bei der Stadtklanggestaltung und sonstiger gesellschaftlicher Bereich sensibilisieren. Unser aller Wohlbefinden wird es guttun. Im Übrigen: Am gleichen Tag ist Welttag des Tanzes. Ein schöner Anlass also, zu den Klängen guter Musik dem Lärm entgegenzuwirken!

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