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Bachelorausbildung zum Sicherheitsingenieur.

Interview

Picture of Bernd Zimmermann

Bernd Zimmermann

Cedrik Boing (cb) steht kurz vor der Prüfung zum Bachelor Security & Safety Engineering und beantwortete Bernd Zimmermann (bz) Fragen zu seiner bisherigen Ausbildung.

„Ursprünglich war ich auf Feuerwehrthemen fokussiert.“

bz: Herr Boing, Sie sind im sechsten Semester des Bachelor-Studiengangs Security & Safety Engineering an der HFU, der Hochschule Furtwangen. Was hat Sie motiviert, diesen Studiengang zu wählen?

cb: Die Wahl dieses Studiengang habe ich getroffen, weil mein Interesse dem Brandschutz galt. Mein Vater ist bei der Freiwilligen Feuerwehr. Mein Bruder ist bei der Berufsfeuerwehr. Da der Brandschutz im Studiengang Security & Safety Engineering an der HFU ein wichtiger Schwerpunkt ist, passte dieses Ausbildungsangebot sehr gut zu meinen Interessen.

Aber auch andere Schwerpunkte dieses Studiengangs passten gut zu meinen Neigungen, also zum Beispiel die Unternehmenssicherheit und Arbeitssicherheit. Darüber hinaus weckt das Sicherheitsstudium natürlich das Interesse an weiteren Themen. Es gibt hier zum Beispiel einen Unterrichtsreaktor, sodass wir im Wahlpflichtbereich auch an das Thema Strahlenschutz herangeführt werden. Auch über die studienbegleitenden Zusatzqualifikationen im Bereich Security & Safety Engineering, die wir erwerben können, eröffnen sich hier schnell Optionen, ursprüngliche Ausbildungswünsche zu befriedigen und zu erweitern. Also hier werden folgende Zusatzqualifikationen bzw. Zertifikate angeboten: Brandschutzbeauftragter, Fachplaner für den vorbeugenden Brandschutz, IT-Sicherheitsbeauftragter in der öffentlichen Verwaltung, Störfallbeauftragter, Fachkraft für Arbeitssicherheit oder Zertifikate in der Fachkunde nach der Lärm- und Vibrationen-Verordnung, in der Fachkunde für Strahlenschutz, in der Unterrichtung und Sachkundeprüfung und in der Ausbildung zum Sachkundigen für persönliche Schutzausrüstungen.

bz: Das hört sich nach reichlich Abwechslung an.

cb: Das kann ich bestätigen. Wir lernen hier viel Theorie, die wiederum mit vielen praktischen Elementen ergänzt wird. Es gibt zum Beispiel einerseits ein Studienmodul Gefahrstoffe, anderseits auch das dazu gehörige Gefahrstofflabor, wo wir neben vielen anderen praktischen Versuchen unter anderem eine Staubexplosion simulieren können. Oder wir untersuchen, ob und wann welche Gefahrstoffe Handschuhe durchdringen können. Vieles, was ich in dem Studium gelernt hatte, konnte ich dann im praktischen Studiensemester in einem richtigen Unternehmen anwenden. Ich hatte mich für einen großen Premium-Schokoladenhersteller entschieden. Als „Projektmanager Bereich Brandschutz & Unternehmenssicherheit“ war ich in den sieben Monaten an über 20 Projekten beteiligt.

bz: Um welche Projekte handelt es sich dabei zum Beispiel?

cb: Meine praktische Studienarbeit handelt von dem Thema Food Defense. Dabei geht es darum, Strategien zur Abwehr von beabsichtigten Kontaminationen von Lebensmitteln in krimineller Absicht zu entwickeln. Wir haben im Rahmen der Food Defense unser gesamtes Gelände und unsere Abläufe analysiert, um dabei mögliche Schwachstellen zu finden. Durch verschiedene Maßnahmen, wie z. B. Zutrittskontrollsysteme, HACCP-Konzepte, Begehungen oder auch Kameraüberwachung, können mögliche Risiken gemindert werden. Hier konnte ich mein theoretisches Wissen aus dem Studium dann gleich mit einbringen.

Das Food Defense Projekt gehört unter anderem in den Bereich der Unternehmenssicherheit. Im Rahmen meines praktischen Studiensemester habe ich allerdings auch an anderen Projekten teilgenommen. So habe ich eine komplett neue Schulung für den Brandschutz- und Evakuierungshelfer, auf Grundlage der DGUV-Informationen, erstellt. Ein weiteres Projekt, welches ich größtenteils allein betreut habe, ist eines aus dem Teilbereich der Veranstaltungssicherheit. Wir hatten ein firmeninternes Herbstfest mit circa 2.500 Besuchern. Dafür gab es viel zu beachten: Bauvorschriften, Einlasskontrollen, Crowdmanagement, aber auch Notfallkonzepte für bestimmte Szenarien wie z. B. Stromausfall oder Überfüllung bis hin zu Terroranschlägen.

bz: Dann haben Sie wahrscheinlich genug Themenideen für Ihre Thesisarbeit?

cb: Ich bin gerade dabei, mich darum zu kümmern. Wahrscheinlich wird es ein BCM-Thema werden, also ein Thema rund um das Business Continuity Management – wobei wahrscheinlich das Teilgebiet des Notfallmanagements im Vordergrund stehen wird. Hierbei analysieren wir verschiedenste Szenarien und erarbeiten Pläne, damit wir in der Situation keine „emotionsbasierten Entscheidungen“ treffen, sondern genaue Pläne für den Notfall haben.

bz: So wie die Fachbegriffe aus Ihnen heraussprudeln, habe ich mir schon gedacht, dass Sie bereits vor dem Studium Berufserfahrung gesammelt haben müssen. Darf ich nach Ihrem Alter fragen?

cb: Ich bin 21 Jahre alt. Während meiner Schulzeit hatte ich ein Praktikum in einem kleinen IT-Unternehmen als IT-Systemadministrator absolviert. Das hat mir so gut gefallen, dass ich bis während des Studiums als „450-Euro-Jobber“ dageblieben bin.

bz: Das ist ja kaum zu glauben. Sie können schnell ein extrem junger Master of Science werden.

cb: Ich denke, dass ich nach dem Bachelor erst einmal Berufserfahrung sammeln möchte und in dem Unternehmen bleibe, bei dem ich zurzeit als Werkstudent arbeite.

bz: Herr Boing. Ich danke Ihnen für das Gespräch.

Kontakt zum Interviewpartner:
cedrik.boing@hs-furtwangen.de

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