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Was sagen die Fußballregeln zum Stichwort Sicherheit?

Regelwerk

Picture of Bernd Zimmermann

Bernd Zimmermann

25.6.2024 (bz) – Finden sich in den aktuellen Fußball-Regeln des Deutschen Fußballbundes eigentlich Hinweise zum Stichwort „Sicherheit“? Wir haben für Sie ins Regelwerk hineingeschaut.

„Diese Entscheidung darf nur aus Sicherheitsgründen ( … ) geändert werden.“

Originaltexte nach dem Stichwort „Sicherheit“ zu untersuchen ist sozusagen eine der Lieblingsbeschäftigungen der Redaktion von Sicherheits-Berater direkt. Da bieten sich die „FUSSBALL-REGELN 2023/2024“ des Deutschen Fußballbundes aktuell förmlich an:

Regel 1
Im Kapitel „10. Tore“ der „Regel 1 Spielfeld“ fällt das Stichwort „Sicherheit“ zum ersten Mal. Und zwar als Überschrift:

Sicherheit
Tore (einschließlich tragbarer Tore) müssen fest im Boden verankert sein.“

Am Ende dieser Regel 1 Spielfeld finden sich „Zusätzliche Erläuterungen des DFB“ (Deutscher Fußballbund). Dort heißt es im 9. Punkt:

„Die Spielfelder sollen über eine Sicherheitszone von mindestens 1 m an der Längsseite und von mindestens 2 m an der Querseite verfügen.“

Regel 3
Spieler

In dieser Regel gibt es einen Hinweis, dass der Schiedsrichter einem Spieler „z. B. aus Sicherheitsgründen … “ erlauben kann, sofort an der Mittellinie oder an einer anderen Stelle zwecks Auswechselung das Spielfeld zu verlassen.

Regel 4
Ausrüstung der Spieler

Bei dieser Regel steht die Sicherheit an allererster Stelle:

„1. Sicherheit
Spieler dürfen keine gefährliche Ausrüstung verwenden oder tragen.“
usw.

Unter der Überschrift „Elektronische Kommunikation“ heißt es:

„Der Einsatz von Elektro- oder Kommunikationsgeräten durch Teamoffizielle ist zulässig, sofern dies in direktem Bezug zum Wohlbefinden oder zur Sicherheit der Spieler oder zu taktischen oder Coachingzwecken geschieht.“

Regel 5
Schiedsrichter

Unter Punkt „7. Haftung von Spieloffiziellen“ werden Punkte aufgeführt, für die weder ein Schiedsrichter noch ein anderer Spieloffizieller haftet, z. B. für Verletzungen von Spielern. Unter Umständen kann es in der Entscheidung des Schiedsrichters liegen, Sicherheitsbeauftragten „den Aufenthalt in der Nähe des Spielfelds zu gestatten oder nicht“.

Regel 10
Bestimmung des Spielausgangs

In einer so wichtigen Regel bzw. in einem so wichtigen Kapitel „Ausführung Vor dem Elfmeterschießen“ (vgl. auch unseren Beitrag zum Elfmeter) muss das Thema Sicherheit natürlich vorkommen. So heißt es hier:

„Sofern nicht andere Überlegungen den Ausschlag geben (Zustand des Spielfelds, Sicherheit etc.), wirft der Schiedsrichter eine Münze, um das Tor zu bestimmen, auf das geschossen wird. Diese Entscheidung darf nur aus Sicherheitsgründen oder wegen der Unbespielbarkeit des Spielfelds geändert werden.“

Regel 12
Fouls und sonstiges Fehlverhalten

Selbst der Torjubel erhält ein eigenes Kapitel, das der Sicherheit dient:

„Ein Spieler wird verwarnt, selbst wenn das Tor aberkannt wird, wenn er:
• an einem Zaun hochklettert und/oder sich den Zuschauern auf eine Weise nähert, die zu einem Sicherheitsproblem führt,“

Mit einem Feldverweis rechnen muss ein Teamoffizieller, wenn er ein „physisches und aggressives Verhalten“ zeigt, z. B. gegenüber Ballkindern, Sicherheits- oder Wettbewerbspersonal.

Regel 13
Freistöße

Im ersten Kapitel dieser Regel werden die Zeichen für einen indirekten Freistoß definiert. Der Schiedsrichter muss demnach einen Arm über den Kopf heben und halten,

„bis der Freistoß ausgeführt wurde und der Ball einen anderen Spieler berührt, aus dem Spiel geht oder mit Sicherheit nicht direkt ins Tor gehen kann.“

Das Wort Sicherheit kommt noch einmal vor im Glossar unter dem Fußballbegriff „Kühlpause“:

„Spielunterbrechung (90 Sekunden bis maximal drei Minuten), die je nach Wettbewerbsbestimmungen im Sinne des Wohlbefindens oder der Sicherheit der Spieler bei bestimmter Witterung (z. B. hohe Luftfeuchtigkeit/Temperaturen) zur Senkung der Körpertemperatur vorgesehen wird (nicht zu verwechseln mit „Trinkpause“).“

Die allerletzte Erwähnung erfolgt in der Einführung zum Kapitel „Praktischer Leitfaden für Spieloffizielle“. Demnach darf ein Schiedsrichter „vor allem in den unteren Spielklassen, wo eine konsequente Durchsetzung der Regeln unter Umständen nicht immer möglich ist“, hier ein Spiel dennoch anpfeifen, „sofern zum Beispiel keine Sicherheitsbedenken bestehen“. Dann dürfen die Torpfosten oder die Querlatten durchaus auch einmal gegen die offizielle Regel nicht weiß sein …

Wir wünschen Ihnen noch viel Spaß und gute Unterhaltung als Zuschauer der EM-Spiele!

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