Die Tagesschau berichtete im Kontext des verabschiedeten Kritis-Dachgesetzes: „Außerdem sollen öffentliche Informationen über die Infrastruktur eingeschränkt werden, um sie vor Angreifern zu schützen.“
Die Relevanz dieser Willensbekundung ist manchem Sicherheitsverantwortlichen möglicherweise nicht ganz deutlich: Doch es gibt öffentlich verfügbare Web-Ressourcen, auf denen man sich über Videoüberwachung bis hin zur Beschaffenheit der eingesetzten Kameras informieren kann, in diesem Beispiel Berlin:
Der Titel dieser Seite lautet bezeichnenderweise „Surveillance under Surveillance“.
Nochmals „nützlicher“, das heißt noch riskanter und leider ein sehr gutes Beispiel für die öffentliche Verfügbarkeit von Daten zur kritischen Infrastruktur ist diese Ressource: OpenInframap.org
Per Default wird hier die Energieinfrastruktur angezeigt. Im „Ebenen“-Menü kann man aber weitere Sektoren auswählen: „Telekommunikation“, „Öl & Erdgas“, „Andere Pipelines“, „Wasser“.
Hier mal das Beispiel Bonn:
Und wenn sich dann aus den gesammelten Informationen (kriminelle) Aktionen entwickeln, können Angriffe bzw. Anschläge auch via Web-Plattformen abgestimmt, organisiert und „werbewirksam“ dokumentiert werden, vgl. z. B. auf SwitchOff.
PS: U.a. mit dem Aufspüren von und dem Umgang mit öffentlich verfügbaren Wissens (OSINT – Open Source Intelligence) beschäftigt sich ein Zertifikats-Lehrgang der SIMEDIA Akademie – „Security Intelligence Analyst, BdSI (Grundlehrgang, Modul 1 von 2)“ findet vom 03. – 05.02.2026 in Bonn statt. Zu den hier vermittelten Inhalten gehören: Grundlagen der Intelligence-Arbeit, OSINT, Anwendungsfälle und Methoden, Rechtliche Rahmenbedingungen und ethische Aspekte.
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