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Sicherheitstechnik – Lösung für Beinahe-Einbrüche in Sicht?

Die Sicherheitstechnik hat sich in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt. Ein großes Augenmerk liegt auf künstlicher Intelligenz (KI) und der Möglichkeit, diese in Systeme jeglicher Art zu integrieren. Durch die Aufrüstung klassischer Alarmanlagen, Bewegungsmelder und Kameras mit KI soll deren Effizienz gesteigert und die Reaktionszeit verkürzt werden.

Vorbeugender Einbruchschutz

Ein neues Konzept, das derzeit in der Branche Aufsehen erregt, ist die sogenannte KI-basierte Einbruchserkennung durch Analyse der „kriminellen Aura“. Mit dieser Technologie soll es möglich werden, verdächtige Personen zu identifizieren, bevor sie einen Versuch unternehmen, in ein Gebäude einzudringen.

Verkehrsschild Achtung Dieb

Bildquelle: guukaa/stock.adobe


Die Entwickler des Systems beziehen sich auf die Untersuchung einer „Predictive Burglar AI“, also eines statistischen Verhaltensmusters von Einbrechern, das auf eine mögliche Straftat hindeuten kann. Die Software vergleicht verschiedene Verhaltensmuster und deren Daten mit einer umfangreichen Trainingsdatenbank, die aus Tausenden simulierten Einbruchsszenarien besteht. Erkennt das System eine erhöhte Einbruchswahrscheinlichkeit, gibt es automatisch eine Warnung aus.
Besonders bemerkenswert sind die Geschwindigkeit der Auswertung sowie die Weiterleitung an die zugeteilten Schnittstellen. Der Hersteller gibt an, dass die Anlage verdächtige Absichten bis zu drei Minuten im Voraus erkennt, bevor jemand überhaupt versucht, ein Objekt zu betreten, um dort kriminelle Handlungen zu begehen. In einem solchen Fall könnten Nutzer eine Push-Nachricht auf ihrem Smartphone erhalten, die beispielsweise wie folgt lautet würde: „Vor dem Gebäude wurde verdächtiges Verhalten festgestellt – es wird möglicherweise eine Straftat vorbereitet.“ Bei steigender Gefährdung könnte als nächste Eskalationsstufe die Außenbeleuchtung im Vorfeld automatisch eingeschaltet, die Kameras justiert oder eine zusätzliche Audioansage wiedergegeben werden.

„Ihre Absichten wurden mittels Sensorik analysiert. Sie befinden sich in einem überwachten Bereich. Einbruch zwecklos!”

Während der Testphase hat sich außerdem gezeigt, dass bereits eine höfliche, aber bestimmte Ansprache viele potenzielle Täter abschreckt. Ein Beispiel ist folgende Ansage: „Ihre Absichten wurden mittels Sensorik analysiert. Sie befinden sich in einem überwachten Bereich. Einbruch zwecklos!” Darüber hinaus kann das System darauf hinweisen, dass die Eigenschaften einbruchhemmender Objekte eingehalten werden müssen und der Einbrecher sich, falls er sich durch die Audiobotschaft nicht abhalten lässt, an die Prüfmittel der jeweiligen RC-Klassifizierung halten muss. Ein Zusatzfeature würde die jeweilige Zeit stoppen und den Angreifer darauf hinweisen, dass die vorgegebene Zeit aus der DIN überschritten wurde und er den Einbruchsversuch somit normgerecht beenden muss.

Da es sich bei diesen Systemen um eine Weltneuheit handelt, erfolgt eine enge Abstimmung mit dem Normengremium „Rote Pappnasen KG“. Ziel ist es, einheitliche Vorgaben für die Projektierung und Programmierung zu definieren, um den Betrieb zu gewährleisten. Begriffe wie „Beinahe-Einbruch“ oder „Doch-noch-gut-gegangen-Prinzip“ werden klar definiert, um Rechtssicherheit zu bieten.

Ob sich Predictive Burglar AI künftig als Standard in der Sicherheitstechnik etablieren wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass die Idee, Einbrüche nicht nur zu erkennen, sondern vorherzusagen, einen völlig neuen Ansatz in der präventiven Gebäudesicherheit darstellt.

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