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Sicherheitsberatung und Rechenzentrum.

Business

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Bernd Zimmermann

Warum spielen eigentlich Rechenzentren eine so herausragende Rolle im Leistungsportfolio der Sicherheitsberatung VZM GmbH? Weil Rechenzentren ganz spezielle Sicherheitsprobleme haben.

Wie passt das zusammen?

Sie lesen gerade den Newsletter des Sicherheits-Berater. Und der gehört zur VZM Gruppe. Die wiederum hat sich die Beratung und Planung von Rechenzentren auf ihre Fahnen geschrieben. Auf www.vzm.de sieht das wie folgt aus:

(SIBd 4/24)
©TeMedia Verlags GmbH

Warum werden auf dieser Ebene Rechenzentren so explizit genannt? Der Eintrag hätte doch eigentlich auf irgendeine Kundenliste gehört, neben zahlreiche Nennungen von Bürogebäuden, Produktionshallen, Innenstädte, Museen, Energieversorger, Kasernen, Krankenhäuser usw. usw.? Es gibt zwei Antworten:

Frühzeitige Expertise im IT-Bereich

Die erste Antwort ist historisch bedingt: Der Firmengründer und Namensgeber, Rainer Von Zur Mühlen, machte sich vor mehr als 50 Jahren, noch als Student, einen Namen damit, eine wissenschaftliche Abhandlung zur Computerkriminalität verfasst zu haben. Computerkriminalität wurde damals noch gar nicht als Sicherheitsproblem gesehen.

Besondere Anforderungen von bzw. an Rechenzentren

Die zweite Antwort: In der Folge spezialisierte sich von zur Mühlen und seine bald gegründete VZM GmbH u. a. auf die Lösung von physischen Sicherheitsproblemen in Rechenzentren (RZ). Denn RZ haben ganz besondere Probleme, nämlich:

  • In Rechenzentren stehen ziemlich große Kisten, Server genannt. Im Prinzip sind das PC, nur größer und leistungsfähiger. Jeder, der einen handelsüblichen PC zu Hause hat, weiß, dass deren Prozessoren ziemlich heiß werden können. Deshalb muss die heiße Luft über Ventilatoren nach außen abgeführt werden, damit die zulässige Betriebstemperatur nicht überschritten wird. Das lässt sich durchaus mit Menschen vergleichen, die Fieber haben. Ab 42 Grad besteht dann Lebensgefahr. In Rechenzentren nun wird das Problem der Hitzeentwicklung bzw. -abführung auf die Spitze getrieben. Da stehen diese Server dicht an dicht in einer Reihe im Gang, der sich vorne „Kaltgang“ nennt. Hinten, wo die heiße Luft austritt und abgeführt werden muss, spricht man vom „Warmgang“. Dann gibt es vielfach noch den Doppelboden, durch den z. B. die gesamte Verkabelung geführt werden kann. Der enorme Energiebedarf, die Hitzeentwicklung, die Verwertung von Abwärme – all das ist der Grund, warum im Sicherheits-Berater immer wieder über Klimatechnik geschrieben wird.
  • Dass Energieversorgung also ein lupenreines Sicherheitsthema ist, wird noch klarer, wenn man den Begriff der „Hochverfügbarkeit“ ins Spiel bringt. Das heißt, dass sich Rechenzentrumsbetreiber keinen Ausfall der Energieversorgung leisten können. Die Rechner müssen immer – auch nach einem Stromausfall – weiter betrieben werden können. Dazu gibt es dann sogenannte USVen – unterbrechungsfreie Stromversorgungen –, die bei einem Stromausfall sofort einspringen und Strom übergangsweise liefern, bis meist Stromgeneratoren einspringen und mit ihren Dieselmotoren so lange Strom erzeugen, bis die öffentliche Stromversorgung wieder funktioniert.
  • Ein weiteres hochinteressantes Problem, das Sicherheitsberater speziell bei Rechenzentren zu lösen haben, ist die Auswahl von geeigneten Backup-RZ. Sollte ein Rechenzentrum, z. B. durch eine Naturkatastrophe, einen Brand oder einen Anschlag, zerstört werden, müssen sämtlich darin vorhandenen Daten in einem Zwillings-RZ als Backup vorhanden sein. Die spannende Frage lautet dann: Wo baut man ein solches Backup-RZ? Dabei muss klar sein, dass es ziemlich dumm wäre, das Original-RZ und sein Backup im gleichen bedrohten Gebiet zu errichten, z. B. im erdbebenbedrohten Rheingraben, noch dazu in unmittelbarer Nachbarschaft. Sicherheitsberater helfen hier bei der Entscheidungsfindung für den Standort und bei der entsprechenden Planung.
  • Darüber hinaus gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Sicherheitsprobleme in Rechenzentren:
    • Sie betreffen z. B. den Zugang von Personen in Sicherheitsbereiche: Wie ist ein RZ vor unbefugtem Zutritt zu schützen?
    • Oder auch den Brandschutz: Macht es Sinn, ein Rechenzentrum mit einer (Wasser-)Sprinkleranlage zu schützen, sodass im Brandfall die gesamte IT-Technik mitsamt aller gespeicherten Daten eingenässt und zerstört wird?
    • Beispiel Arbeitsschutz: Wie lässt sich die Arbeit im Rechenzentrum so sicher und komfortabel wie möglich gestalten? Sollte der Brandschutz durch Absenkung des Sauerstoffgehalts in der Luft gewährleistet werden: Wie wirkt sich das auf Mitarbeiter aus?

Vor diesen Hintergründen kann man sich gut vorstellen, dass Rechenzentren ganz spezielle Anforderungen an die Sicherheit – und damit auch an die Beratungsqualität – stellen müssen. Schließlich zählen sie zur sogenannten „Kritischen Infrastruktur“, die zudem durch eine Vielzahl an gesetzlichen Sicherheitsvorgaben zu besonderer Vorsicht verpflichtet sind. Sicherheitsberater für RZ kommen daher aus ganz unterschiedlichen Bereichen, aus der Architektur, aus dem Brandschutz, aus dem Normwesen, aus der Elektro- und Klimatechnik und noch einigen anderen mehr.

Und ein letzter Hinweis auf die im Intro gestellte Frage, warum Rechenzentren im Leistungsportfolio von VZM explizit genannt werden: Das Unternehmen hat mittlerweile mehr als 500 Rechenzentren beraten oder geplant. Ein derart fundiertes Know-how darf man doch sicher einmal besonders herausstellen?

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