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Gefährdungspotenzial: Messerstecherei

Ausgabe 22/2025 |
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Ausgabe 22/2025
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Die Polizeimeldung vom 12.09.2025 ließ aufhorchen: Bei einer Massenschlägerei zwischen zwei Gruppierungen am Humboldt-Forum in Berlin wurde ein Mensch durch einen Messerstich getötet. Wer bereits einmal vor Ort war, kennt die Sicherheitsmaßnahmen am und im Forum. Haben diese nicht gewirkt? Wurde dieses spontane Ereignis nicht wahrgenommen? Die Polizei ermittelt. Die Stiftung Humboldt Forum prüft, ob zusätzliche Maßnahmen notwendig sind, um die Sicherheit in der Umgebung des Hauses zu erhöhen. In innerstädtischen Bereichen ist eine deutliche Entwicklung zu beobachten: Kriminelle Hotspots verschieben sich in Abhängigkeit von den behördlichen Sicherheitsmaßnahmen dynamisch und immer schneller. Statt von Einzeltätern gehen Taten von Gruppen aus. Die Bereitschaft, Messer und andere Waffen zur Schädigung oder sogar Tötung des Gegenübers einzusetzen, nimmt gleichfalls zu, unabhängig davon, ob es sich um bandenmäßige Strukturen oder Gruppierungen mit Migrationshintergrund handelt. Diesmal war es ein kulturell genutzter Ort, der viele Besucher anzieht. Nach unseren Erkenntnissen und Erfahrungen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das nächste Ereignis vor einer Behörde, einem Bürostandort oder einer Liegenschaft eines gewerblichen Unternehmens stattfindet. Zum Schutz der sich dort aufhaltenden Menschen, der eigenen Gebäude sowie zur Vorbeugung von Imageschäden und einer Herabwertung des Umfelds durch negative Berichterstattung sollten Sicherheitsverantwortliche die Überwachung der Bereiche vor dem eigenen Grundstück oder Gebäude in Betracht ziehen. Wir halten es deshalb für notwendig, das Szenario „Menschenansammlung mit aggressivem Angriffspotenzial“ in die Risiko- und Gefährdungsbetrachtungen aufzunehmen. Sollten zusätzliche Maßnahmen erforderlich sein, ist es ratsam, gemeinsam mit Behörden, Polizei und der eigenen Sicherheitsabteilung entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Idealerweise bereitet man sich auch auf den Ereignisfall vor. Ebenso wichtig ist die Schulung des eigenen Personals im Umgang mit aggressiven Menschen und die Sensibilisierung für die Eigensicherung.

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