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Erfolg durch glücklichen Zufall?

Serendipität

Picture of Bernd Zimmermann

Bernd Zimmermann

Kann man dem vielbeschworenen glücklichen Zufall auf die Sprünge helfen? In gewissen Grenzen bestimmt, meint Bernd Zimmermann.

Oder das Glück des Tüchtigen?

Es gibt Menschen, die sind einfach Glückspilze: Bei der Tombola ziehen sie stets den Hauptpreis. Der Erfolg fällt ihnen nur so zu. Ihnen gelingt ohne erkennbare Ursache einfach alles. Das Glück ist ihr ständiger Begleiter – als „glücklicher Zufall“.

Ich wage die Behauptung, dass unerwarteter Erfolg in erster Linie auf die Regsamkeit des Erfolgreichen zurückzuführen ist. Wer von vornherein sagt „Ich habe noch nie etwas gewonnen“ und das Glück dann auch nicht herausfordert – der hat eben auch kein Glück. Wer sich ein Los kauft, der kann eventuell gewinnen. Wer sich kein Los kauft, gewinnt hundertprozentig niemals. Wer Erfolg hat im Leben, der wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch einiges dafür unternommen haben. Ich kenne praktische keine Biographie, die davon berichtet, dass der darin beschriebenen Person alles vom Himmel in den Schoß gefallen ist. Und ganz sicher wird sich ein erfolgreicher Mensch nicht vom ersten FehlMissschlag davon abgehalten haben, sein Vorhaben noch einmal und vielleicht immer wieder und wieder in die Tat umsetzen zu wollen. Natürlich gibt es auch Menschen, die sich völlig unverdient und ohne einen Finger krumm zu machen über ein Vermögen freuen können, z. B. durch eine Erbschaft. Ob sie dieses Vermögen jedoch noch durch Untätigkeit vermehren können, steht in Frage.

In gewisser Weise ist auch das, was die Wissenschaft als „Serendipität“ bezeichnet, von einer Vorleistung, von Engagement und Einsatz abhängig. Dieser Begriff hat eine interessante Geschichte. Er geht zurück auf einen alten persischen Märchenzyklus namens “Die drei Prinzen von Serendip”. Diese Prinzen waren für ihre Fähigkeit bekannt, ständig auf unerwartete Entdeckungen und Abenteuer zu stoßen, während sie auf der Suche nach etwas anderem waren. Dieser Begriff wurde später von dem englischen Schriftsteller Horace Walpole im 18. Jahrhundert geprägt, um genau dieses Phänomen zu beschreiben.

Als Beispiele für Serendipität werden meist berühmte erfolgreichen Menschen angeführt:

  • Christoph Kolumbus entdeckte vermeintlich „durch Zufall“ Amerika. Tatsächlich hatte er sich auf eine Entdeckungsreise begeben, um Indien zu finden. Er hat sich dabei sozusagen verfahren und ein ebenso attraktives Ziel gefunden.
  • Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte „durch Zufall“ die nach ihm benannten Strahlen. Allerdings hatte er bereits mit einer Kathodenstrahlröhre experimentiert, ohne die die Röntgenstrahlen gar nicht erst entstanden wären.
  • Georges de Mestral entdeckte „durch Zufall“ das Funktionsprinzip des Klettverschlusses. Dass Kletten bei einem Spaziergang gern einmal am Hundefell kleben bleiben, hatten schon unzählige Menschen vor ihm bemerkt. Er jedoch nahm eine Klette mit nach Hause und legte sie unter das Mikroskop, um das Klebeprinzip zu verstehen.
  • Das amerikanische Unternehmen Pfizer entdeckte „by accident“ die potenzsteigernde Wirkung von Sildenafil („Viagra“). Das setzte allerdings voraus, dass Pfizer den Wirkstoff an Herzpatienten zur Behandlung von Bluthochdruck testete. Die Patienten berichteten dann von gewissen Nebenwirkungen …

Auch im Alltag finden sich Beispiele für Serendipität

  • Immer wieder finden Menschen wahre Schätze, wenn sie ziellos auf Flohmärkten herumspazieren.
  • Die Welt der Romantik ist ebenfalls ein fruchtbares Feld für Serendipität. Viele Liebesgeschichten beginnen mit einem zufälligen Treffen oder einer unerwarteten Begegnung.
  • Menschen verpassen Züge, nehmen versehentlich den falschen Aufzug oder stoßen in überfüllten Cafés zusammen und finden so neue Freunde, Ehe- oder Geschäftspartner.

Die Geschichten von Serendipität lehren uns, offen für das Unbekannte zu sein und uns nicht zu sehr auf unsere Pläne und Ziele zu versteifen. Oft sind es gerade die unvorhersehbaren Wendungen im Leben, die uns auf die besten Abenteuer führen. Deshalb ist es wichtig, Neugierde zu bewahren und den Blick für die kleinen Wunder des Alltags zu schärfen. Und vor allen Dingen: Sich regen bringt Segen, wenn es darum geht, unentdeckte Schätze zu heben. So dürfte die Redewendung „Ohne Fleiß kein Preis“ oftmals gleichbedeutend sein mit „Ohne Fleiß kein Glück“.

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