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Editorial

BIM – Zukunftsvision Sicherheitsplanung

Ausgabe 19/2023
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Ausgabe 19/2023
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Liebe Leserinnen und Leser,

bei jedem Neubau- und größeren Sanierungsvorhaben begegnen Ihnen neue digitale Methoden wie BIM, KI oder AR. Ist der Trend noch aufzuhalten? Was bedeutet dies für alle Projektbeteiligten? Hilft dies auch bei der Sicherheitsplanung?

Die Skandinavier gelten als Vorreiter bei Building Information Modeling, dessen Vorteile und Besonderheiten wir Ihnen auf den nächsten Seiten vorstellen wollen. In über 15 Jahren haben sie bereits umgesetzt, was wir noch umsetzen wollen. Man kann in diversen Foren die Erfahrungen dazu nachlesen. Was bedeutet aber die Digitalisierung für die Sicherheitsplanung?

Verstehen Sie BIM als Methode! Dann darf die Annahme erlaubt sein, dass Sie bei einer digitalen Bestandsaufnahme des Gebäudes oder Geländes und bei der Integration in ein BIM-Modell idealerweise reale Kenntnisse erlangen über den Zustand, aber auch über Sicherheitsaspekte (Einbruchschutz, Detektion, Überwachung).

Einer der wichtigsten Aspekte bei BIM ist die Zusammenarbeit. Dies bedeutet, dass Sie in den einzelnen Planungsphasen vor Ort oder auch im Büro unklare Risikosituationen klären und entsprechende Ausführungen definieren können. Und wenn Sie dann noch die Möglichkeiten haben, allgemeine und sicherheitssensible Bearbeitungen in die Modellierung zu integrieren, hilft BIM auch, die Anforderungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bzw. des materiellen Geheimschutz zu erfüllen.

In Deutschland reden wir seit Jahren über die Digitalisierung der Bauplanung, auch der Genehmigungsverfahren. Die Nutzung von KI (z. B. zur Prüfung von Zulässigkeiten bzw. Übereinstimmungen mit dem Baurecht oder kommunalen Vorgaben) im Zusammenspiel mit BIM ist durchaus möglich. Weitere Vereinfachungen, wie die eindeutige Definition von Schnittstellen oder die Bereitstellung der notwendigen Informationen zu Komponenten und Bauteilen, sind ebenso denkbar wie die regelmäßige Überprüfung des Bauzeitenplans. Und dies kann für den SiGeKo (Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator) eine erhebliche Entlastung bedeuten: Durch die frühzeitige Analyse der Risiken im Zusammenhang mit den verschiedenen Tätigkeiten können Arbeitsbereiche mit einem hohen Sicherheitsfaktor erkannt werden. Die digitale Baustelle wird bald reell!

Der tägliche Gebäudebetrieb erhält durch den hohen Detaillierungsgrad am Ende des Bauvorhabens eine Grundlage für ein effektives Betriebskonzept, auch für die sicherheitstechnischen Anlagen. Die Mindestanforderungen für Service und Instandhaltung sind ebenso objektiv festlegbar wie die Angaben zu Ersatzteilen oder wie Termine für geplante Wartungsarbeiten bis hin zu Daten zur Risikobewertung durch Exposition bei gefährlichen Stoffen. Alles wird über den gesamten Lebenszyklus des Bauwerks dynamisch und aktualisierbar darzustellen sein.

Die Beiträge in diesem Schwerpunktheft sollen helfen, Sie als Bauherr, Nutzer, Sicherheitsbeauftragter oder Planer auf diesem Weg zu begleiten. Sie wurden zusammengestellt und fachlich geprüft von unserem BIM-Experten Marc Reuter.

Schwerpunkte:

Ausgabe 19/2023

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