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Glückwunsch, Herr Geschäftsführer!

Interview

Picture of Bernd Zimmermann

Bernd Zimmermann

Sebastian Stürmann (sts) ist seit Kurzem der jüngste Geschäftsführer der VZM GmbH (TeMedia und Sicherheits-Berater gehören zur VZM-Gruppe). Bernd Zimmermann (bz) befragte ihn zu seiner neuen Position im Unternehmen.

„Es geht um eine Kultur der Anpassungsfähigkeit und des Lernens.“

bz: Zuletzt haben wir Dich an dieser Stelle noch als Prokurist interviewt. Seit Kurzem bist Du Geschäftsführer, Glückwunsch!
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Prokuristen und einem Geschäftsführer?

sts: Vielen Dank für die Glückwünsche! Die Rolle des Geschäftsführers ist für mich eine spannende Aufgabe, die ich mit großer Motivation angehe und auf die ich mich sehr freue. Durch die langjährige Einarbeitung durch die bisherige Geschäftsführung fühle ich mich dieser Herausforderung vollends gewappnet.

Um die Frage nach dem Unterschied zwischen einem Prokuristen und einem Geschäftsführer zu beantworten: Beide Positionen sind in einem Unternehmen von großer Bedeutung, jedoch in der Regel mit unterschiedlichen Verantwortlichkeiten und Befugnissen verbunden. Bei der VZM ist der Gap zwischen einem Prokuristen und einem Geschäftsführer jedoch deutlich kleiner. Wir treten auf Augenhöhe auf und besprechen insbesondere die wegweisenden Entscheidungen gemeinsam.

Bereits seit meiner Zeit als Prokurist bin ich maßgeblich daran beteiligt, die Unternehmensziele festzulegen, langfristige Pläne zu entwickeln und die Geschäftstätigkeiten in Übereinstimmung mit der Vision der Firma zu lenken. Meine Verantwortlichkeiten erstrecken sich über sämtliche Bereiche, angefangen von der Finanzplanung über die Personalpolitik bis hin zur Kundenbeziehung. Diese Verantwortungsbereiche teile ich mir zurzeit noch mit meinem Vater, bevor ich diese zum Jahreswechsel gänzlich übernehmen werde.

(SIBd 8/23)
Sebastian Stürmann (28)
Prokurist VZM Sicherheitsberatung, Bonn

Bildquelle: Laville/VZM GmbH

bz: Du wirst bald 28 Jahre alt. 28-jährige Geschäftsführer gab es bei VZM zuletzt im Jahr 1971 und im Jahr 1983. Höchste Zeit also?

sts: Die Firma befand sich schon vorher auf einem guten Weg. Wir sind die letzten Jahrzehnte stetig gewachsen, haben Höhen und Tiefen durchschritten und uns maximal gefestigt. Dennoch brauchte die Firma einige neue frische Sichtweisen, die ich gerne durch meine neue Position als Geschäftsführer einbringe.

Hier habe ich die Möglichkeit, das Unternehmen in seiner Gesamtheit zu gestalten und voranzubringen. Es ist eine Position, die eine hohe Verantwortung und Einsatzbereitschaft erfordert, aber auch viele Chancen zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung bietet.

Ich freue mich darauf, diese Verantwortung wahrzunehmen und das Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen.

bz: Geschäftsführer in der Schraubenfabrik zu sein dürfte mit Blick auf das Produkt recht eintönig werden. Das Thema Sicherheit verspricht dagegen ein hohes Maß an Abwechslung. Oder kannst Du Dir vorstellen, dass Dir das irgendwann einmal langweilig wird?

sts: Die Sicherheitsbranche war schon immer eine sehr agile Branche. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Hier entwickeln sich ständig neue Anforderungen, auf die zeitnah reagiert werden müssen. Auch die weitere Umwelt (bspw. Gesetzgebungen) sorgen regelmäßig für neue Vorgaben, die Unternehmen meist unvorbereitet treffen. Unsere Kunden bestmöglich auch in aktuellen Themen beraten zu können stellt auch uns regelmäßig vor Herausforderungen. Es wird also nie wirklich langweilig.

bz: Die Branche der Sicherheitsberatungen scheint zu florieren. Kürzlich kam Vds mit dem Angebot um die Ecke, Sicherheitsberatungen für Einbruch- und Diebstahlschutz anzubieten. Muss sich VZM vom Zeitalter der Konkurrenzlosigkeit verabschieden und sich einem härteren Konkurrenzkampf stellen?

sts: Die Konkurrenz war schon immer da, nicht erst seit ein paar Jahren. Es stimmt, dass diverse Konzerne und größere Unternehmen versuchen, sich auf dem Markt zu etablieren, erreichen aber nicht die von uns geleisteten Beratungs- und Planungsqualität. Regelmäßig übernehmen wir Projekte, in denen sich die Newcomer der Branche übernommen haben und bewahren die Projekte vor dem Scheitern. Wir haben einen großen Wissens- und Erfahrungsvorsprung. Ziel muss es daher (lediglich) sein, diesen Vorsprung aufrechtzuerhalten oder sogar auszubauen. Wenn uns das gelingt, sind wir bestens gewappnet für die Zukunft. Ich fokussiere mich lieber auf die Weiterentwicklung von uns, als mir Gedanken um die Konkurrenz zu machen.

bz: Letzten Monat hast Du bei einem Strategietreffen die Geschäftsfelder von VZM präsentiert. Dein Name stand unter der Kachel „Business Resilience“. Was ist das und was interessiert Dich daran besonders?

sts: Business Resilience bezieht sich auf die Fähigkeit eines Unternehmens, sich an Veränderungen anzupassen, sich von Rückschlägen oder Schäden zu erholen und kontinuierlich erfolgreich zu bleiben, selbst wenn es mit unerwarteten Herausforderungen konfrontiert wird. Diese Fähigkeit zur Widerstandsfähigkeit ermöglicht es einem Unternehmen, flexibel auf Veränderungen im Marktumfeld, in der Technologie, in der Wirtschaftslage oder in anderen Einflussfaktoren zu reagieren, ohne dabei seine grundlegende Funktionsfähigkeit oder langfristigen Ziele zu gefährden. Business Resilience geht über reine Krisenbewältigung hinaus – es geht darum, eine Kultur der Anpassungsfähigkeit und des Lernens in einem Unternehmen zu etablieren. Unternehmen, die resilient sind, erkennen frühzeitig Veränderungen im Umfeld, passen sich kontinuierlich an neue Gegebenheiten an. Das Geschäftsfeld befindet sich aktuell im strategischen Ausbau. So haben wir uns durch eine neue Mitarbeiterin, Susanne Kufeld, verstärkt, die mit einem großen Erfahrungs- und Wissensschatz bei uns einsteigt. Aktuell zählen zum Portfolio des Geschäftsfelds Business Resilience die grundlegenden Bausteine – Notfallplanung, Business Continuity Management und Krisenmanagement, sowie die zugehörigen Teilbausteine, beispielsweise Business Impact Analyse (kurz BIA), (Standort-)Risikoanlayse usw.

bz: Zeitgleich mit Deiner Beförderung ist auch eine langjährige Assistentin in die Geschäftsleitung aufgerückt. Wie kam es dazu?

sts: Frau Wagner hat schon seit vielen Jahren weitere unternehmensinterne Aufgaben übernommen. So ist sie unter anderem als Qualitätsmanagement-Beauftragte, Ausbilderin als auch im Personalmanagement und /-Recruiting im Unternehmen aktiv.

Die Geschäftsleitung hat sich dazu entschieden, die Mitarbeitersichten verstärkt in die Unternehmensplanung einzubeziehen. Aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit bei VZM, über 23 Jahre, sowie ihrer Funktion im Personalbereich, stellt sie die optimale Schnittstelle zwischen Personal und Geschäftsführung dar.

Ich freue mich sehr, dass Frau Wagner sich dieser Rolle angenommen hat und sehe in ihr eine wertvolle Unterstützung in der strukturellen Weiterentwicklung des Unternehmens.

bz: Ein mittelständisches Unternehmen kann nicht die Gehälter zahlen wie ein Konzern. Aber VZM bietet „nicht monetäre Benefits“?

sts: Bei VZM wurde schon immer Wert auf ein familiäres Miteinander sowie maximale Flexibilität gelegt. Wir bieten sehr flexible Arbeitszeiten, bei denen beispielweise die reine Information über einen Arzttermin ausreicht, um diesen wahrnehmen zu können. Das Wichtigste für uns ist, dass die anstehende Arbeit erledigt wird. Ob dies eine Stunde früher oder später passiert ist in der Regel nachrangig. Wir bieten individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten, in denen auch persönliche Interessen, beispielsweise ein Sprachkurs, berücksichtigt werden können.

Neben den nicht monetären Benefits bieten wir auch zusätzliche monetäre Benefits wie beispielsweise einen Kindergartenzuschlag.

Grundsätzlich versuchen wir uns an dem Bedarf der Mitarbeitenden zu orientieren und sind bestrebt, deren Wünsche zu erfüllen. Was gebraucht wird und was nicht wird in unseren individuellen Mitarbeitergesprächen diskutiert und in der Regel unbürokratisch und zeitnah umgesetzt.

bz: Du bist in einem Alter, in dem das Thema Familiengründung nicht unüblich ist. Entscheiden sich Kolleginnen oder Kollegen bei VZM für oder gegen eine Elternzeit, wenn sie Mütter oder Väter werden?

sts: Das kann ich nicht grundsätzlich beantworten. Aktuell befinden sich zwei meiner Kollegen in Elternzeit. Andere haben Kinder, oder sind in der Vergangenheit Eltern geworden, haben sich aber gegen eine Elternzeit entschieden. Wir als VZM freuen uns, wenn unsere Mitarbeitenden eine Familie gründen und befürworten die Möglichkeit der Elternzeit, sodass sowohl Mütter als auch Väter in der Lage sind, ihre Kinder zu betreuen und aufwachsen zu sehen.

Als KMU, also kleines mittleres Unternehmen, ist der Ausfall von Mitarbeitenden natürlich mit größeren Maßnahmen und größerem Aufwand verbunden als bei einem Konzern. Daher wünschen wir uns eine frühzeitige Einbindung in die Planung von Elternzeit. Auch wenn dies für unsere Mitarbeitenden nicht verpflichtend ist, sind wir bisher sehr frühzeitig in die Planung eingebunden worden.

bz: Die „alten Hasen“ bei VZM haben schon bemerkt, dass Du ein Freund des papierlosen Büros bist. Wie ist denn der Stand der Digitalisierung bei VZM?

sts: Wir haben in den letzten Jahren schon viel getan, können aber noch immer einiges verbessern. Beispielsweise erfolgen sämtliche Prozesse rund um Projektanlage, Projektverwaltung und Projektarchivierung rein digital. Verbesserungspotenzial haben wir noch bei den Themen Buchhaltung und Reisekostenabrechnung. Diese Themen befinden sich aber bereits in der Planung und sollen noch im Jahr 2023 umgesetzt und etabliert werden.

bz: VZM steht ja als Abkürzung für den Familiennamen „von zur Mühlen“, also für den Namen des Unternehmensgründers Rainer von zur Mühlen. Der wurde kürzlich 80 Jahre alt. Wofür könnten die Buchstaben VZM in dreißig Jahren stehen?

sts: Dafür, wofür sie heute auch stehen. In dreißig Jahren wäre VZM seit 80 Jahren am Markt aktiv. Gerne werde ich auch noch in dreißig Jahren von Rainer von zur Mühlen als Firmengründer erzählen, dessen erster Angestellter mein Vater war und mit dem er gemeinsam dieses Unternehmen aufgebaut hat. Und heute wie zukünftig soll VZM für Qualität, Leistung und ein familiäres Unternehmen stehen, egal welche Unternehmensgröße wir bis dahin erreicht haben werden.

bz: Ich danke Dir für dieses Gespräch.

Kontakt zum Interviewpartner:
sts@vzm.de (Sebastian Stürmann)

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