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Editorial

RZ-Erneuerung als Chance begreifen

Ausgabe 20/2022
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Ausgabe 20/2022
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Liebe Leserinnen und Leser,

seit einiger Zeit ist ein gewisser Trend zu erkennen: Viele unserer Beratungskunden haben sich zum Ziel gesetzt, ihre IT-Infrastruktur neu zu gestalten. Gründe hierfür gibt es genug, das Wachstumspotenzial durch die steigende Nachfrage ist enorm.

Die Digitalisierung lässt sich zum Glück nicht aufhalten, selbst in den öffentlichen Verwaltungen geht die Entwicklung hin zu mehr Online-Angeboten. Dazu hat die Pandemie auch ihren Beitrag geleistet. Aber vor allem wird auch politisch Druck erzeugt: Das im Jahr 2017 in Kraft getretene „Gesetz zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsleistungen – Onlinezugangsgesetz“ (OZG) verpflichtet Bund und Länder, ihre Verwaltungsleistungen bis Ende dieses Jahres elektronisch über Verwaltungsportale anzubieten. Dass die Umsetzungsergebnisse bis heute deutlich hinter den Erwartungen bleiben war zu erwarten. Die Entwicklung schreitet unter anderem auch durch die Homeoffice-Möglichkeiten für Mitarbeiter voran.

Der Bedarf der Erneuerung ist vorhanden, jetzt stellt sich die Frage: Ist ein Neubau, ein Umbau oder eine Revitalisierung der vorhandenen IT-Struktur vonnöten? Am Anfang jeder Projektphase steht zunächst die Analyse der Bestands-IT. Man sollte nicht gleich mit den üblichen Schlagwörtern wie „Ganzheitlichkeit“, „Klimaneutralität“ oder „Green IT“ ins Rennen gehen, sondern sich über die strategische Ausrichtung Gedanken machen. Mit der falschen Strategie hat man schnell auf das falsche Pferd gesetzt. Das schließt Überlegungen zur Systemstruktur ein. Setzen Sie immer noch allein auf die On-Premise-Anwendung oder nutzen Sie die Vorteile aus einem Hybridsystem mit Cloud- und On-Premise-Anteilen? Wie sehen Ihre Standortfaktoren aus? Verfolgen Sie Redundanzansprüche für einen oder mehrere Standorte? Erst nach dieser Entscheidungsfindung kann ein maßgeschneidertes Konzept entwickelt werden. Vor allem jedoch die Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile unter Berücksichtigung der Investitions- und Betriebskosten bringen Entscheidungssicherheit. Gerade hier werden dann neue Techniken, Preisentwicklungen auf dem Energiemarkt, Förderprogramme und Tendenzen im Normungswesen eine wesentliche Rolle bei den Betriebskosten spielen. Wer möchte seine Kälteanlage nach bereits fünf Jahren umbauen lassen, weil das verwendete Kältemittel nicht mehr zugelassen ist?

Diese Faktoren spielen nun der Umweltverträglichkeit in die Karten und zwingen den Entscheider, zumindest mittel- bis langfristig neue Techniken für eine immer noch sichere und hochverfügbare Versorgung der kritischen IT-Infrastruktur zu verwenden. Der Anspruch auf die Verfügbarkeit sollte dabei immer noch an erster Stelle stehen. Das Thema der Sicherheit im IT-Erneuerungsprozess wollen wir aber nicht außer Acht lassen und sprechen im vorliegenden Schwerpunktheft unter anderem auch Aspekte der Cyber- und auch Zugangssicherheit an.

Wir wünschen allen Lesern viel Spaß bei der Lektüre.

Schwerpunkte:

Ausgabe 20/2022

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