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Editorial

Sicherheitskultur im Unternehmen

Ausgabe 23/2022
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Ausgabe 23/2022
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Liebe Leserinnen und Leser,

das Editorial schreibe ich immer zuletzt, wenn alle Heftbeiträge bereits vorliegen. So konnte es in allerletzter Sekunde zu einer Änderung des Schwerpunktarbeitstitels „Sicherheit und Unternehmenskultur“ kommen. Nun schreiben wir „Sicherheitskultur im Unternehmen“.

Der Hintergrund dieser Entscheidung ist im Grunde trivial: Wenn man das Stichwort „Unternehmenskultur“ einmal (ohne den Zusatz „Sicherheit“) googelt, findet man zahlreiche Definitionen. So kann Unternehmenskultur nachhaltig, offen, ökologisch, sozial, verantwortungsvoll … sein – da lassen sich viele Adjektive finden, die jedoch den Aspekt Sicherheit vermissen lassen.

Erst in Kombination mit dem Suchwort „Sicherheit“ finden sich Aussagen wie z. B. diese: „Wie sich die Unternehmenskultur auf die Sicherheit von Lebensmitteln auswirkt“. Die Überschrift stammt von einem Institut für Hygiene und Qualitätsicherung (bav-institut.de). Der Wirkzusammenhang wird wie folgt beschrieben: „Das Betriebsklima wird direkt von der Unternehmenskultur beeinflusst. Ein schlechtes Betriebsklima (…) Fehlerrate und Desinteresse der Mitarbeiter. Dies hat direkte Folgen für die Produktsicherheit ( … ) .“ Dann folgt der Hinweis, dass „positive Lebensmittelsicherheitskultur ( … ) im Lebensmittelrecht verankert“ ist. Ähnlich argumentiert zum Beispiel auch die Berufsgenossenschaft Holz und Metall, wenn sie auf die EG-Arbeitsschutz-Rahmenrichtlinie 89/391/EWG verweist. Darin werde nämlich „eine Kultur der Sicherheit und Gesundheit als übergeordnetes Ziel nahegelegt.“ (www.bghm.de, Kurzlink https://bit.ly/3X0zxnz). Derartige Schlussfolgerungen – also der Zusammenhang zwischen Unternehmenskultur und Unternehmenssicherheit sowie optional noch ein Verweis auf Normen und Gesetze – lassen sich vermutlich für alle Branchen ziehen bzw. dokumentieren.

Zurück zur Bevorzugung des Begriffes Sicherheitskultur. Wikipedia hält hierfür einen eigenen Eintrag bereit: „Sicherheitskultur ist ein Verhaltensmerkmal einer Gruppe oder Organisation, wie mit Fragen zur Sicherheit umgegangen wird.“ Diese Aussage beschreibt die zu unserem Schwerpunktthema eingereichten Fachbeiträge viel besser, als der Begriff „Unternehmenskultur“. Recherchiert man diesen nämlich dort, findet sich gar keine Erläuterung – außer dem Verweis auf das Synonym „Organisationskultur“ (englisch corporate culture). Und das wiederum beschreibt „die Entstehung und Entwicklung kultureller Wertmuster innerhalb von Organisationen.“ Damit wären wir sehr schnell beim Themenkreis Kulturanthropologie und so netten Begriffen wie „Paradigma“ gelandet, die zwar viele im Munde führen, die wenigsten jedoch tatsächlich definieren können. Nachfolgend widmen wir uns also bis einschließlich Seite 474 dem Thema „Sicherheit und Unternehmenskultur“ nicht weiter akademisch, sondern praxisorientiert. Viel Spaß bei der Lektüre der Beiträge unter der Überschrift „Sicherheitskultur im Unternehmen“.

Schwerpunkte:

Ausgabe 23/2022

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