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Flagge zeigen für die Demokratie

Ausgabe 4/2024
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Ausgabe 4/2024
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Liebe Leserinnen und Leser,

den massenhaften Demonstrationen gegen rechtsradikale Umtriebe müssen noch millionenfach Meinungsäußerungen von Einzelpersonen und Tausenden von Unternehmen wie Verbänden folgen, damit wir auch künftig in verhältnismäßig sicheren Zeiten leben können.

Am 30. Januar 1933 ernannte Reichspräsident Paul von Hindenburg Adolf Hitler ordnungsgemäß zum Reichskanzler. Es hat danach keine zwei Monate mehr gedauert, bis die Demokratie abgeschafft war. Nach dem Reichstagsbrand vom 27. Februar und dem Ermächtigungsgesetz vom 24. März 1933 war alles gelaufen. Die Einzelheiten und die schrecklichen Folgen lassen sich in Geschichtsbüchern nachlesen.

Nicht im Geschichtsbuch stehen die Erkenntnisse eines Heimatforschers, den wir einmal in unserem Newsletter Sicherheits-Berater direkt interviewt haben. Er hatte im Stadtarchiv seiner Heimatgemeinde recherchiert und anhand von Dokumenten und Bildern anschaulich demonstrieren können, wie brutal die Nazis Druck auf die Bürger und deren Repräsentanten ausgeübt haben. Statt der Stadtfahne wurde bald die Hakenkreuzfahne gehisst, es gab Aufmärsche, um den Bürgermeister aus dem Amt zu jagen, SS-Männer patrouillierten mit zähnefletschenden Schäferhunden durch die Straßen. Die Demokraten, so der Heimatforscher, „wurden übermannt, überrannt und beiseite geräumt.“ Verfassungsrechtler haben bereits mehrfach Szenarien durchgespielt, wie Antidemokraten die Demokratie in Deutschland ganz legal aushebeln könnten.

Bildquelle: bz/TeMedia Verlags GmbH

Sollte es nicht gelingen, die Demokratie zu verteidigen, bedeutet das das Ende unserer Sicherheit. Das gilt für Personen wie auch für Unternehmen. Denn jenseits der Demokratie bleibt nur die Willkürherrschaft: Die Irregeleiteten, die „remigrieren“ wollen, sich mit Putin solidarisieren und den segensreichen postnationalstaatlichen Europagedanken Konrad Adenauers durch den Dreck ziehen wollen, bestimmen dann – alles. Wollen wir, dass solche Rattenfänger über unser Gemeinwohl entscheiden? Und dann diese Leute mit ihrer Faszination für das Dritte Reich, Devotionaliensammler, diese Höckes, die sich an Hitlers Vokabular und Gehabe bereichern? Was soll dabei herauskommen, wenn Extremisten, die ihren Hass auf alles und jeden offen zur Schau tragen, ab morgen über unser Wohl und Wehe entscheiden?

Hunderttausende haben bereits gegen die Demokratiefeinde im Allgemeinen und gegen die AfD im Besonderen demonstriert. Jetzt kommt es darauf an, auch im Privatleben Flagge zu zeigen. Rein statistisch müsste jeder von uns jemanden kennen, der aus Protest AfD wählen will. Machen wir ihnen klar, dass sie nichts gewinnen, wenn sie Demokratiefeinde wählen, sondern unseren – und ihren eigenen – Wohlstand ebenso gefährden wie ihr selbstbestimmtes Leben. Und unsere Arbeitgeber sollten es großen Marken (und Verbänden, z. B. dem ZVEI) nachtun, die sich ganz klar für eine liberale und offene Gesellschaft einsetzen: „Von Telekom bis Bahlsen“ (Branchenblatt www.horizont.de, Kurzlink http://tinyurl.com/yzwes633). Alles andere wäre Selbstmord durch Fahrlässigkeit.

Schwerpunkte:

Ausgabe 4/2024

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