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Editorial

Risikotreiber Klimawandel?

Ausgabe 23/2021
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Ausgabe 23/2021
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Liebe Leserinnen und Leser,

der Klimawandel stellt die Unternehmen, respektive deren Sicherheitsverantwortliche, vor neue Herausforderungen. Gefährdungsbetrachtungen werden dadurch vielschichtiger und aufwendiger. Im Ergebnis könnte sich der Klimawandel als Risikotreiber herausstellen.

Wir beginnen unser Schwerpunktheft daher mit einer Zusammenfassung einer Beitragsserie, die bereits im Sicherheits-Berater erschienen ist: Sie enthält Aussagen auf Basis einer Recherche beim Deutschen Wetterdienst zur Frage, ob wir als Folge des Klimawandels mit Risikoaufschlägen zu rechnen haben.

Quelle: https://de.statista.com/infografik/26127/abweichung-der-globalen-mitteltemperatur-gegenueber-vorindustrieller-zeit-und-prognosemodelle-bis-2100/

Ebenfalls hilfreich bei der Klimabetrachtung können die Angebote der Versicherungswirtschaft sein – wer hätte ein vitaleres geschäftliches Interesse daran, Risiken zu berechnen? Auf dem Verbraucherportal des Gesamtverbandes Deutscher Versicherer (www.dieversicherer.de), finden Sie z. B. das Angebot „Naturgefahren-Check“. Geben wir hier die Postleitzahl der Redaktionsadresse ein, erfahren wir, dass in unserer Region der teuerste Schaden durch Starkregen mit 108.456 Euro zu beziffern ist. Es droht, so die Versicherer, eine „eher hohe Gefahr durch Hochwasser für Gebäude“. Auf der gleichen Seite steht ein „Hochwasser-Check“, speziell für das Flusshochwasser bereit (Ein bisschen tricky allerdings: Das Fenster zum Eintragen der Adresse wird erst eingeblendet, wenn man akzeptiert, dass die Daten zu Werbezwecken eingelesen werden.).

Die Lektüre des Naturgefahren-Report 2021 des GDV kann sicher ebenfalls nichts schaden (www.gdv.de, Kurzlink https://bit.ly/3HkWfiy). Auf Seite 20 (von 64) freuen Sie sich vielleicht über die ermutigende Aussage „Weit über 99 Prozent der Gebäude sind problemlos gegen Hochwasser versicherbar.“ 

Anfang November machte die Telekom mit einer Pressemitteilung auf sich aufmerksam: „Wasser-Risiko digitalisieren mit Telekom und divirod“ (www.telekom.de, Kurzlink https://bit.ly/3ChS8A1) . Darin heißt es, Sensoren sammelten kontinuierlich Wasserdaten an Küsten, Seen, Flüssen und auf Dächern. Wasser- und Pegelstände geben demnach Bürgern, Einsatzkräften und Entscheidern ein aktuelles Leitbild. Wer allerdings nach einer entsprechenden Produktseite bei der Telekom sucht, wird enttäuscht. Auch auf der Seite von www.divirod.com und in einem Youtube-Interview mit dem Divirod-CEO erhärtet sich der Eindruck, dass es sich bei der Lösung eher noch um eine globale Startupvision handeln könnte (vgl. www.youtube.com/watch?v=CXs9uiZiM7E).Von der Pressestelle der Telekom heißt es auf Nachfrage dazu, die Lösung gebe es bereits in Florida und Venedig. In Deutschland existierten ebenfalls „einige“ Projekte, die man allerdings noch nicht öffentlich benennen wolle.

Das Titelseitenfoto stammt übrigens aus dem Bonner Kottenforst. Dort hatten Künstler die Buchstaben „Z E I T E N W E N D E“ vor eine noch nicht abgeholzte Front abgestorbener Fichten gestellt und so auf das klimabedingte Sterben des Waldes aufmerksam gemacht. Sehr eindrucksvoll.

Schwerpunkte:

Ausgabe 23/2021

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